Blogs ARTE TV : Aktuelle Beiträge des Blogs Spurensucher http://blogs.arte.tv/ Aktuelle Beiträge des Blogs Spurensucher. fr Wed, 5 Nov 2008 14:02:14 +0100 Blogs ARTE TV : Aktuelle Beiträge des Blogs Spurensucher http://blogs.arte.tv/images/podcast/blogs.png http://blogs.arte.tv/ no Spurensucher im Fieber http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=21739&blogName=Spurensucher Thu, 1 Nov 2007 21:34:43 +0100 Spurensucher im Fieber<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 21.11.2007<br /> <br /> Heute habe ich ein R&auml;tsel f&uuml;r Sie: <br /> <br /> Was ist das?<br /> <br /> 1. Es hat im Zuge meiner Recherchen letzte Woche so viele Nerven gekostet, dass ich am Ende leichenblass in meinem Lada sa&szlig;.<br /> 2. Ich war bei der Aktion splitternackt.<br /> 3. Ich musste sie sogar noch einmal wiederholen, weil es den Kameramann vor Lachen derart sch&uuml;ttelte, dass die Bilder ganz verwackelt wurden.<br /> 4. Immerhin war das Ganze aber gut f&uuml;r den Stoffwechsel. Und f&uuml;r mein Immunsystem.<br /> 5. Zudem war es schwarz wie die Nacht, etwa 40 Grad hei&szlig; und versetzte mich in einen Zustand k&uuml;nstlichen Fiebers.<br /> <br /> Na? Wer wei&szlig; es? Viel Gl&uuml;ck bei der Spurensuche... André Bechtold Dreharbeiten Spurensucher im Fieber<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 21.11.2007<br /> <br /> Heute habe ich ein R&auml;tsel f&uuml;r Sie: <br /> <br /> Was ist das?<br /> <br /> 1. Es hat im Zuge meiner Recherchen letzte Woche so viele Nerven gekostet, dass ich am Ende leichenblass in meinem Lada sa&szlig;.<br /> 2. Ich war bei der Aktion splitternackt.<br /> 3. Ich musste sie sogar noch einmal wiederholen, weil es den Kameramann vor Lachen derart sch&uuml;ttelte, dass die Bilder ganz verwackelt wurden.<br /> 4. Immerhin war das Ganze aber gut f&uuml;r den Stoffwechsel. Und f&uuml;r mein Immunsystem.<br /> 5. Zudem war es schwarz wie die Nacht, etwa 40 Grad hei&szlig; und versetzte mich in einen Zustand k&uuml;nstlichen Fiebers.<br /> <br /> Na? Wer wei&szlig; es? Viel Gl&uuml;ck bei der Spurensuche... no André Bechtold Archivspuk http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=21656&blogName=Spurensucher Tue, 30 Oct 2007 18:26:08 +0100 Archivspuk<br \>Actum: Gr&uuml;nberg (Polen)<br /> Datum: 30. Oktober 2007<br /> <br /> Sie werden es nicht glauben. Aber k&uuml;rzlich im Archiv sa&szlig; ich neben einem Turm von Akten. Einem so hohen Turm, dass mir schon bei seinem blo&szlig;en Anblick schwindlig wurde.<br /> Also tat ich, was ich in solchen Situationen immer tue: Ich nahm auf gut Gl&uuml;ck ein Buch vom Stapel, schlug es an einer beliebigen Stelle auf und ging die Seite durch. Und tats&auml;chlich &ndash; wie (fast) immer bei einer solchen Aktion: nach f&uuml;nf Minuten wurde ich f&uuml;ndig! Vor mir lag das so hei&szlig; ersehnte Sterbedatum&nbsp; einer der zwei gesuchten Personen. Ich sprang in die Luft vor Freude.<br /> Voller Elan machte ich mich an die weiteren Seiten. Systematisch begann ich am Anfang des Buches, durchforstete dann Seite f&uuml;r Seite, Zeile f&uuml;r Zeile und Wort f&uuml;r Wort. Beim n&auml;chsten dasselbe, beim &uuml;bern&auml;chsten auch. Und das so weiter den ganzen Tag. Doch denken Sie, ich h&auml;tte noch etwas gefunden? Auch nur das klitzekleinste Fitzelchen? Denkste! Die ganzen acht Stunden nix. Der ganze Tag danach war f&uuml;r die Katz...<br /> Was ist das blo&szlig; f&uuml;r ein Spuk, der mir so oft widerf&auml;hrt? <br /> Geht Ihnen das auch immer so? André Bechtold Aktuelles von der Spurensuche Archivspuk<br \>Actum: Gr&uuml;nberg (Polen)<br /> Datum: 30. Oktober 2007<br /> <br /> Sie werden es nicht glauben. Aber k&uuml;rzlich im Archiv sa&szlig; ich neben einem Turm von Akten. Einem so hohen Turm, dass mir schon bei seinem blo&szlig;en Anblick schwindlig wurde.<br /> Also tat ich, was ich in solchen Situationen immer tue: Ich nahm auf gut Gl&uuml;ck ein Buch vom Stapel, schlug es an einer beliebigen Stelle auf und ging die Seite durch. Und tats&auml;chlich &ndash; wie (fast) immer bei einer solchen Aktion: nach f&uuml;nf Minuten wurde ich f&uuml;ndig! Vor mir lag das so hei&szlig; ersehnte Sterbedatum&nbsp; einer der zwei gesuchten Personen. Ich sprang in die Luft vor Freude.<br /> Voller Elan machte ich mich an die weiteren Seiten. Systematisch begann ich am Anfang des Buches, durchforstete dann Seite f&uuml;r Seite, Zeile f&uuml;r Zeile und Wort f&uuml;r Wort. Beim n&auml;chsten dasselbe, beim &uuml;bern&auml;chsten auch. Und das so weiter den ganzen Tag. Doch denken Sie, ich h&auml;tte noch etwas gefunden? Auch nur das klitzekleinste Fitzelchen? Denkste! Die ganzen acht Stunden nix. Der ganze Tag danach war f&uuml;r die Katz...<br /> Was ist das blo&szlig; f&uuml;r ein Spuk, der mir so oft widerf&auml;hrt? <br /> Geht Ihnen das auch immer so? no André Bechtold Auf Melk-Mission http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=21067&blogName=Spurensucher Fri, 19 Oct 2007 12:45:40 +0200 Auf Melk-Mission<br \>Actum: Emmental, Schweiz<br /> Datum: 19. Oktober 2007<br /> <br /> F&uuml;r einmal habe ich mein genealogisches Werkzeug gegen Gummistiefel eingetauscht. Statt in dunklen Kellerarchiven sa&szlig; ich n&auml;mlich auf einem Melkschemel im Schweizer Emmental, umgeben von Kuhmist, Stallgeruch und Ziegengebl&ouml;ke. <br /> Herrlich, sage ich Ihnen! Und wie k&ouml;stlich frische Schweizer Biobauernmilch schmeckt! Obwohl das Kuhmelken ja eine beinahe so gro&szlig;e Herausforderung darstellt, wie nach jahrelang verschollenen Verwandten zu suchen.<br /> Zum Gl&uuml;ck hatte ich einen guten Lehrmeister. Der Protagonist, den wir hier besuchten, wuchs n&auml;mlich im Emmental auf. Seinen &bdquo;Fall&ldquo; habe ich zwar noch nicht gel&ouml;st. Der ist eine ziemlich harte Nuss. Aber zumindest habe ich eine Spur.<br /> <br /> Wer wei&szlig;: Vielleicht h&auml;tte ich ja doch eines der s&uuml;&szlig;en kleinen Schweinchen mitnehmen sollen, die da auf dem Bauernhof herumliefen? So ein kleiner Gl&uuml;cksbringer k&ouml;nnte eigentlich nicht schaden... André Bechtold Dreharbeiten Auf Melk-Mission<br \>Actum: Emmental, Schweiz<br /> Datum: 19. Oktober 2007<br /> <br /> F&uuml;r einmal habe ich mein genealogisches Werkzeug gegen Gummistiefel eingetauscht. Statt in dunklen Kellerarchiven sa&szlig; ich n&auml;mlich auf einem Melkschemel im Schweizer Emmental, umgeben von Kuhmist, Stallgeruch und Ziegengebl&ouml;ke. <br /> Herrlich, sage ich Ihnen! Und wie k&ouml;stlich frische Schweizer Biobauernmilch schmeckt! Obwohl das Kuhmelken ja eine beinahe so gro&szlig;e Herausforderung darstellt, wie nach jahrelang verschollenen Verwandten zu suchen.<br /> Zum Gl&uuml;ck hatte ich einen guten Lehrmeister. Der Protagonist, den wir hier besuchten, wuchs n&auml;mlich im Emmental auf. Seinen &bdquo;Fall&ldquo; habe ich zwar noch nicht gel&ouml;st. Der ist eine ziemlich harte Nuss. Aber zumindest habe ich eine Spur.<br /> <br /> Wer wei&szlig;: Vielleicht h&auml;tte ich ja doch eines der s&uuml;&szlig;en kleinen Schweinchen mitnehmen sollen, die da auf dem Bauernhof herumliefen? So ein kleiner Gl&uuml;cksbringer k&ouml;nnte eigentlich nicht schaden... no André Bechtold Lada-Latein http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=20818&blogName=Spurensucher Tue, 16 Oct 2007 12:24:27 +0200 Lada-Latein<br \>Actum: Berlin <br /> Datum: 16. Oktober 2007<br /> <br /> Wieder zur&uuml;ck von der Drehreise. Es standen an: Bayern, das Emmental in der Schweiz, Hamburg, Ostfriesland, die Oberlausitz und wieder Berlin... und das alles mit dem Lada! <br /> Nat&uuml;rlich hat das &bdquo;Sch&auml;tzchen&ldquo; das nicht ohne Murren mitgemacht. Ich sage Ihnen &ndash; das Ding hat regelrecht Starall&uuml;ren! Benimmt sich wie eine Diva. Zieht st&auml;ndig alle Aufmerksamkeit auf sich &ndash; als h&auml;tte ich nichts anderes zu tun.<br /> Ich habe alles versucht: ihm gut zugeredet, geschimpft, dann wieder geschmeichelt und letztlich gar befohlen. Aber nix hat gen&uuml;tzt. Mitten auf der Strasse blieb es pl&ouml;tzlich stehen. Fertig. Aus die Maus. Und der Abschleppdienst musste her.<br /> Ich bin am Ende mit meinem Auto-Latein. Haben Sie mir vielleicht einen Tipp, wie man mit so einem Lada umspringt? André Bechtold Dreharbeiten Lada-Latein<br \>Actum: Berlin <br /> Datum: 16. Oktober 2007<br /> <br /> Wieder zur&uuml;ck von der Drehreise. Es standen an: Bayern, das Emmental in der Schweiz, Hamburg, Ostfriesland, die Oberlausitz und wieder Berlin... und das alles mit dem Lada! <br /> Nat&uuml;rlich hat das &bdquo;Sch&auml;tzchen&ldquo; das nicht ohne Murren mitgemacht. Ich sage Ihnen &ndash; das Ding hat regelrecht Starall&uuml;ren! Benimmt sich wie eine Diva. Zieht st&auml;ndig alle Aufmerksamkeit auf sich &ndash; als h&auml;tte ich nichts anderes zu tun.<br /> Ich habe alles versucht: ihm gut zugeredet, geschimpft, dann wieder geschmeichelt und letztlich gar befohlen. Aber nix hat gen&uuml;tzt. Mitten auf der Strasse blieb es pl&ouml;tzlich stehen. Fertig. Aus die Maus. Und der Abschleppdienst musste her.<br /> Ich bin am Ende mit meinem Auto-Latein. Haben Sie mir vielleicht einen Tipp, wie man mit so einem Lada umspringt? no André Bechtold Ein neues Hindernis http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=20040&blogName=Spurensucher Fri, 28 Sep 2007 10:58:32 +0200 Ein neues Hindernis<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 28. September 2007<br /> <br /> Sie werden es nicht glauben! Endlich, endlich habe ich ein Archiv auftreiben k&ouml;nnen, in dem lang ersehnte Akten liegen. Doch was bekomme ich da zu h&ouml;ren? Ich kann die Akten nicht einsehen. Der Grund: Sie sind von Schimmel befallen! Und liegen jetzt &bdquo;zur Trockenreinigung&ldquo; im Zentrum f&uuml;r Bucherhaltung in Leipzig. Was nat&uuml;rlich Monate dauern kann. <br /> Ich fasse es nicht! Was mir auf meiner Spurensuche so alles unterkommt &ndash; ich k&ouml;nnte es mir nicht ausdenken, wenn ich m&uuml;sste... <br /> Zumindest aber scheinen irgendwo noch Kopien zu liegen. Der zust&auml;ndige Herr will sich darum k&uuml;mmern. Und mir bleibt nichts anderes &uuml;brig, als inst&auml;ndig zu hoffen. André Bechtold Aktuelles von der Spurensuche Ein neues Hindernis<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 28. September 2007<br /> <br /> Sie werden es nicht glauben! Endlich, endlich habe ich ein Archiv auftreiben k&ouml;nnen, in dem lang ersehnte Akten liegen. Doch was bekomme ich da zu h&ouml;ren? Ich kann die Akten nicht einsehen. Der Grund: Sie sind von Schimmel befallen! Und liegen jetzt &bdquo;zur Trockenreinigung&ldquo; im Zentrum f&uuml;r Bucherhaltung in Leipzig. Was nat&uuml;rlich Monate dauern kann. <br /> Ich fasse es nicht! Was mir auf meiner Spurensuche so alles unterkommt &ndash; ich k&ouml;nnte es mir nicht ausdenken, wenn ich m&uuml;sste... <br /> Zumindest aber scheinen irgendwo noch Kopien zu liegen. Der zust&auml;ndige Herr will sich darum k&uuml;mmern. Und mir bleibt nichts anderes &uuml;brig, als inst&auml;ndig zu hoffen. no André Bechtold Dreh-Weh http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=19777&blogName=Spurensucher Mon, 24 Sep 2007 15:17:27 +0200 Dreh-Weh<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 24. September 2007<br /> <br /> Was f&uuml;r ein anstrengender Tag! Von neun Uhr morgens bis acht Uhr abends haben wir in meinem B&uuml;ro gedreht. Sie denken jetzt bestimmt: &bdquo;B&uuml;ro &ndash; herumsitzen, ein bisschen Bleistift spitzen, lesen. Was soll daran anstrengend sein?&ldquo; Aber da t&auml;uschen Sie sich gewaltig. Von den bisherigen Drehtagen war der im B&uuml;ro der erm&uuml;dendste von allen. <br /> Wenn ich herumreise, kann ich mich n&auml;mlich gedanklich voll und ganz in einer &bdquo;Geschichte&ldquo; bewegen. Ich treffe Zeitzeugen, begebe mich an Orte des Geschehens oder durchforste Archive &ndash; aber im Kopf bleibe ich immer im selben Kosmos. An diesem B&uuml;rotag jedoch wurden nun Telefonate gef&uuml;hrt. Und da wir nicht immer planen konnten, wen wir wann erreichen, ging es kreuz und quer durch alle F&auml;lle. Hunderte von Namen, Daten und Regionen jagten sich in meinem Hirn. Mir brummte der Sch&auml;del schon nach zwei Stunden. Es ist ein Gl&uuml;ck, habe ich am Ende immer doch noch alles auf die Reihe gekriegt. Und nicht beim Amt Nr. 12 von &bdquo;Fall 4&ldquo; nach dem Rechercheschritt Nr. 13 von &bdquo;Fall 6&ldquo; gefragt... André Bechtold Dreharbeiten Dreh-Weh<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 24. September 2007<br /> <br /> Was f&uuml;r ein anstrengender Tag! Von neun Uhr morgens bis acht Uhr abends haben wir in meinem B&uuml;ro gedreht. Sie denken jetzt bestimmt: &bdquo;B&uuml;ro &ndash; herumsitzen, ein bisschen Bleistift spitzen, lesen. Was soll daran anstrengend sein?&ldquo; Aber da t&auml;uschen Sie sich gewaltig. Von den bisherigen Drehtagen war der im B&uuml;ro der erm&uuml;dendste von allen. <br /> Wenn ich herumreise, kann ich mich n&auml;mlich gedanklich voll und ganz in einer &bdquo;Geschichte&ldquo; bewegen. Ich treffe Zeitzeugen, begebe mich an Orte des Geschehens oder durchforste Archive &ndash; aber im Kopf bleibe ich immer im selben Kosmos. An diesem B&uuml;rotag jedoch wurden nun Telefonate gef&uuml;hrt. Und da wir nicht immer planen konnten, wen wir wann erreichen, ging es kreuz und quer durch alle F&auml;lle. Hunderte von Namen, Daten und Regionen jagten sich in meinem Hirn. Mir brummte der Sch&auml;del schon nach zwei Stunden. Es ist ein Gl&uuml;ck, habe ich am Ende immer doch noch alles auf die Reihe gekriegt. Und nicht beim Amt Nr. 12 von &bdquo;Fall 4&ldquo; nach dem Rechercheschritt Nr. 13 von &bdquo;Fall 6&ldquo; gefragt... no André Bechtold Lada meets Trabis http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=19562&blogName=Spurensucher Wed, 19 Sep 2007 10:47:01 +0200 Lada meets Trabis<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 19. September 2007<br /> <br /> K&uuml;rzlich wurde gedreht, wie ich mit dem Lada durch Berlin kurve. Ganz arglos fahre ich am Dom vorbei. Bis ich beinahe eine Vollbremse ziehe: Da stehen doch sage und schreibe zwanzig Trabanten vor mir. Wie eine bedrohliche Festung.<br /> Werden meine mentalen Zeitreisen also bereits Wirklichkeit? Materialisieren sich meine Gedanken? Oder tr&auml;ume ich ganz einfach mal wieder? Falls ja, dann w&uuml;rde der Traum wohl bald zum Albtraum mutieren. Denn ein Trabi-Fahrer kommt bereits wild gestikulierend auf mich zu teilt mir sehr bestimmt mit: &bdquo;Sie sind hier falsch!&ldquo; <br /> Ich erkl&auml;re ihm h&ouml;flich, ich sei hier &uuml;berhaupt nicht falsch. Hier f&uuml;hre mich meine Recherche-Reise vorbei. Bis mir klar wird: Hier will mir niemand etwas B&ouml;ses. Im Gegenteil. Es handelt sich ganz einfach um ein Trabi-Treffen, und die Herren glauben, das Lada-Treffen finde wohl irgendwo um die Ecke statt. <br /> Ich bin also offensichtlich nicht der einzige, der sich f&uuml;r die Vergangenheit interessiert. Es gibt blo&szlig; verschiedene Wege, um ihr nahe zu kommen.&nbsp; André Bechtold Dreharbeiten Lada meets Trabis<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 19. September 2007<br /> <br /> K&uuml;rzlich wurde gedreht, wie ich mit dem Lada durch Berlin kurve. Ganz arglos fahre ich am Dom vorbei. Bis ich beinahe eine Vollbremse ziehe: Da stehen doch sage und schreibe zwanzig Trabanten vor mir. Wie eine bedrohliche Festung.<br /> Werden meine mentalen Zeitreisen also bereits Wirklichkeit? Materialisieren sich meine Gedanken? Oder tr&auml;ume ich ganz einfach mal wieder? Falls ja, dann w&uuml;rde der Traum wohl bald zum Albtraum mutieren. Denn ein Trabi-Fahrer kommt bereits wild gestikulierend auf mich zu teilt mir sehr bestimmt mit: &bdquo;Sie sind hier falsch!&ldquo; <br /> Ich erkl&auml;re ihm h&ouml;flich, ich sei hier &uuml;berhaupt nicht falsch. Hier f&uuml;hre mich meine Recherche-Reise vorbei. Bis mir klar wird: Hier will mir niemand etwas B&ouml;ses. Im Gegenteil. Es handelt sich ganz einfach um ein Trabi-Treffen, und die Herren glauben, das Lada-Treffen finde wohl irgendwo um die Ecke statt. <br /> Ich bin also offensichtlich nicht der einzige, der sich f&uuml;r die Vergangenheit interessiert. Es gibt blo&szlig; verschiedene Wege, um ihr nahe zu kommen.&nbsp; no André Bechtold Die Blog-Lok http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=19339&blogName=Spurensucher Fri, 14 Sep 2007 11:40:35 +0200 Die Blog-Lok<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 14. September 2007<br /> <br /> Deutsches Technikmuseum Berlin: Der &bdquo;Fall&ldquo;, der mich hierher gef&uuml;hrt hat, ist eigentlich ein sehr dramatischer. Trotzdem habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind. Als &bdquo;Spurensucher&ldquo; bekam ich n&auml;mlich eine Sondergenehmigung: Ich durfte auf der Lokomotive herumklettern! <br /> Ein Erlebnis der ganz besonderen Art &ndash; dabei handelte es sich nicht einmal um ein besonderes Modell. Im Gegenteil. Sie ist der &bdquo;K&uuml;belwagen&ldquo; unter den Lokomotiven, ein Billigmodell aus der Massenproduktion, bei deren Bau an allen Ecken und Enden gespart worden ist. Das Rauchfangblech ist verk&uuml;rzt, um Material zu sparen, ein Fenster fehlt und Toilette gibt es auch keine. <br /> Allerdings soll zumindest letzteres so geblieben sein, sagt mir der Ausstellungsleiter. Bis heute gibt es bei der Deutschen Bahn keine Lokomotiv-Toiletten. Seither plagt mich die Frage: Was tut ein Lokf&uuml;hrer, wenn er mal &bdquo;muss&ldquo;? <br /> K&ouml;nnen SIE mir das vielleicht beantworten? André Bechtold Dreharbeiten Die Blog-Lok<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 14. September 2007<br /> <br /> Deutsches Technikmuseum Berlin: Der &bdquo;Fall&ldquo;, der mich hierher gef&uuml;hrt hat, ist eigentlich ein sehr dramatischer. Trotzdem habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind. Als &bdquo;Spurensucher&ldquo; bekam ich n&auml;mlich eine Sondergenehmigung: Ich durfte auf der Lokomotive herumklettern! <br /> Ein Erlebnis der ganz besonderen Art &ndash; dabei handelte es sich nicht einmal um ein besonderes Modell. Im Gegenteil. Sie ist der &bdquo;K&uuml;belwagen&ldquo; unter den Lokomotiven, ein Billigmodell aus der Massenproduktion, bei deren Bau an allen Ecken und Enden gespart worden ist. Das Rauchfangblech ist verk&uuml;rzt, um Material zu sparen, ein Fenster fehlt und Toilette gibt es auch keine. <br /> Allerdings soll zumindest letzteres so geblieben sein, sagt mir der Ausstellungsleiter. Bis heute gibt es bei der Deutschen Bahn keine Lokomotiv-Toiletten. Seither plagt mich die Frage: Was tut ein Lokf&uuml;hrer, wenn er mal &bdquo;muss&ldquo;? <br /> K&ouml;nnen SIE mir das vielleicht beantworten? no André Bechtold Zigaretten oder Zahnpasta? http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=18975&blogName=Spurensucher Fri, 7 Sep 2007 18:26:37 +0200 Zigaretten oder Zahnpasta?<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 7. September 2007<br /> <br /> Frohe Botschaft: Meine User sind aktiv! Vielen Dank an &bdquo;Hoffnung&ldquo; - sie hat bei Tabakfirmen angerufen, um mir Informationen zu beschaffen. Das hatte ich zwar auch schon getan. Aber bei mir hie&szlig; es, diese Zahlen kenne man nicht. Ich muss also davon ausgehen, dass &bdquo;Hoffnung&ldquo; besondere Kontakte zur Tabakindustrie pflegt... ;-)<br /> Warum mich diese Zahlen &uuml;berhaupt so interessieren? <br /> Weil ich ein Foto habe. Das Foto einer Frau, in deren Lebensgeschichte es viele Fragezeichen gibt. Und weil sie auf dem Foto raucht. Und das Bild aus einer Werbekampagne stammen soll, die GIS im besetzten Wien gemacht haben &ndash; angeblich im Jahr 1946 (!). <br /> Aber wer wei&szlig; &ndash; vielleicht handelt es sich ja gar nicht um eine Zigaretten-, sondern eine Zahnpasta-Werbung? Dem Z&auml;hnebleck-L&auml;cheln nach zumindest nicht auszuschlie&szlig;en...<br /> Ich muss also herausbekommen, ab wann die Amerikaner mit rauchenden Frauen warben: Hatten sie da international dieselbe Vorreiter-Rolle wie beim inzwischen so in Mode gekommenen Nichtraucher-Kurs? Oder stammt das Bild h&ouml;chst wahrscheinlich aus einer sp&auml;teren Zeit?<br /> <br /> Vielleicht gelingt es mir mit Ihrer Hilfe ja, bei der Rekonstruktion dieser Biografie zumindest ein Frage- in ein Ausrufezeichen zu verwandeln. André Bechtold Aktuelles von der Spurensuche Zigaretten oder Zahnpasta?<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 7. September 2007<br /> <br /> Frohe Botschaft: Meine User sind aktiv! Vielen Dank an &bdquo;Hoffnung&ldquo; - sie hat bei Tabakfirmen angerufen, um mir Informationen zu beschaffen. Das hatte ich zwar auch schon getan. Aber bei mir hie&szlig; es, diese Zahlen kenne man nicht. Ich muss also davon ausgehen, dass &bdquo;Hoffnung&ldquo; besondere Kontakte zur Tabakindustrie pflegt... ;-)<br /> Warum mich diese Zahlen &uuml;berhaupt so interessieren? <br /> Weil ich ein Foto habe. Das Foto einer Frau, in deren Lebensgeschichte es viele Fragezeichen gibt. Und weil sie auf dem Foto raucht. Und das Bild aus einer Werbekampagne stammen soll, die GIS im besetzten Wien gemacht haben &ndash; angeblich im Jahr 1946 (!). <br /> Aber wer wei&szlig; &ndash; vielleicht handelt es sich ja gar nicht um eine Zigaretten-, sondern eine Zahnpasta-Werbung? Dem Z&auml;hnebleck-L&auml;cheln nach zumindest nicht auszuschlie&szlig;en...<br /> Ich muss also herausbekommen, ab wann die Amerikaner mit rauchenden Frauen warben: Hatten sie da international dieselbe Vorreiter-Rolle wie beim inzwischen so in Mode gekommenen Nichtraucher-Kurs? Oder stammt das Bild h&ouml;chst wahrscheinlich aus einer sp&auml;teren Zeit?<br /> <br /> Vielleicht gelingt es mir mit Ihrer Hilfe ja, bei der Rekonstruktion dieser Biografie zumindest ein Frage- in ein Ausrufezeichen zu verwandeln. no André Bechtold Nerb-Stücke http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=18570&blogName=Spurensucher Thu, 30 Aug 2007 14:25:31 +0200 Nerb-Stücke<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 30. August 2007<br /> <br /> Leider habe ich nicht die F&auml;higkeiten von Georg Nerb, der als Heilpraktiker Menschen von ihren Leiden befreien konnte - daf&uuml;r hilfsbereite User, die mich bei der Recherche zu diesem Mann unterst&uuml;tzen. So zum Beispiel ein gewisser Richard, der letzte Woche einen Kommentar auf meinen Blog-Aufruf vom 11. Juli hinterlie&szlig;.<br /> <br /> Er schreibt:<br /> &bdquo;Der Name Nerb Georg kommt in der Ahnengalerie meiner Frau vor. Die noch greifbaren, ansprechbaren Verwandten konnten sich jedoch nicht erinnern, dass der Mann ein Heiler war. Ein Foto von ihm ist gefunden worden.&ldquo;<br /> <br /> Ob das wohl doch der von uns gesuchte Georg Nerb ist? Oder vielmehr derjenige, mit dem auch Frau S.H. aus Augsburg verwandt ist?<br /> Ich war n&auml;mlich nicht unt&auml;tig: Ich habe veranlasst, dass in der &bdquo;Augsburger Allgemeinen Zeitung&ldquo; ein Artikel &uuml;ber Georg Nerb erscheint, der auch auf meine Fragen verweist. Daraufhin meldete sich tats&auml;chlich eine Leserin, deren verstorbener Gro&szlig;vater Georg Nerb hie&szlig;. <br /> Dieser stellte sich allerdings &bdquo;nur&ldquo; als entfernter Verwandter unseres Georg heraus. Leider. <br /> Ich freue mich also auch weiterhin &uuml;ber Hinweise jeder Art. André Bechtold Hilfe gesucht Nerb-Stücke<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 30. August 2007<br /> <br /> Leider habe ich nicht die F&auml;higkeiten von Georg Nerb, der als Heilpraktiker Menschen von ihren Leiden befreien konnte - daf&uuml;r hilfsbereite User, die mich bei der Recherche zu diesem Mann unterst&uuml;tzen. So zum Beispiel ein gewisser Richard, der letzte Woche einen Kommentar auf meinen Blog-Aufruf vom 11. Juli hinterlie&szlig;.<br /> <br /> Er schreibt:<br /> &bdquo;Der Name Nerb Georg kommt in der Ahnengalerie meiner Frau vor. Die noch greifbaren, ansprechbaren Verwandten konnten sich jedoch nicht erinnern, dass der Mann ein Heiler war. Ein Foto von ihm ist gefunden worden.&ldquo;<br /> <br /> Ob das wohl doch der von uns gesuchte Georg Nerb ist? Oder vielmehr derjenige, mit dem auch Frau S.H. aus Augsburg verwandt ist?<br /> Ich war n&auml;mlich nicht unt&auml;tig: Ich habe veranlasst, dass in der &bdquo;Augsburger Allgemeinen Zeitung&ldquo; ein Artikel &uuml;ber Georg Nerb erscheint, der auch auf meine Fragen verweist. Daraufhin meldete sich tats&auml;chlich eine Leserin, deren verstorbener Gro&szlig;vater Georg Nerb hie&szlig;. <br /> Dieser stellte sich allerdings &bdquo;nur&ldquo; als entfernter Verwandter unseres Georg heraus. Leider. <br /> Ich freue mich also auch weiterhin &uuml;ber Hinweise jeder Art. no André Bechtold Gefährliches Eigenleben http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=17716&blogName=Spurensucher Mon, 27 Aug 2007 17:27:38 +0200 Gefährliches Eigenleben<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 27. August 2007<br /> <br /> Schon wieder! Schon wieder kam ich heute morgen ins B&uuml;ro, sah mir meine To-Do-Liste an und dachte: &bdquo;Kann ich abhaken - das habe ich ja schon gemacht!&ldquo; <br /> Doch inzwischen bin ich vorsichtig geworden beim Stift-Ansetzen. Zum Gl&uuml;ck. Denn auch heute wurde mir nach kurzem Nachdenken bewusst, dass ich einer T&auml;uschung erlag. Ich hatte mit der betreffenden Dame noch gar nicht gesprochen. Nur in meinem Traum.<br /> Tats&auml;chlich entwickeln meine &bdquo;F&auml;lle&ldquo; des Nachts ein Eigenleben. Wie viele von ihnen habe ich schon gel&ouml;st &ndash; und wie viele kuriose Entdeckungen gemacht! Besonders erstaunt war ich, als sich der Zeitzeuge aus &bdquo;Fall A&ldquo; pl&ouml;tzlich als der gesuchte Vater in &bdquo;Fall F&ldquo; herausstellte. Und dass die argentinische Archivarin, die uns in einem Fall so freundlich weiterhilft, pl&ouml;tzlich eine Vergangenheit als Heimleiterin aufwies, die die Mutter einer ganz anderen Protagonistin so sehr gequ&auml;lt hatte &ndash; und uns deren dunkles Geheimnis verraten konnte.<br /> In Wahrheit l&ouml;sen sich die R&auml;tsel nat&uuml;rlich nicht ganz so schnell auf. Doch manchmal in einer Weise, da w&auml;r ich nicht mal im Traum drauf gekommen... André Bechtold Aktuelles von der Spurensuche Gefährliches Eigenleben<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 27. August 2007<br /> <br /> Schon wieder! Schon wieder kam ich heute morgen ins B&uuml;ro, sah mir meine To-Do-Liste an und dachte: &bdquo;Kann ich abhaken - das habe ich ja schon gemacht!&ldquo; <br /> Doch inzwischen bin ich vorsichtig geworden beim Stift-Ansetzen. Zum Gl&uuml;ck. Denn auch heute wurde mir nach kurzem Nachdenken bewusst, dass ich einer T&auml;uschung erlag. Ich hatte mit der betreffenden Dame noch gar nicht gesprochen. Nur in meinem Traum.<br /> Tats&auml;chlich entwickeln meine &bdquo;F&auml;lle&ldquo; des Nachts ein Eigenleben. Wie viele von ihnen habe ich schon gel&ouml;st &ndash; und wie viele kuriose Entdeckungen gemacht! Besonders erstaunt war ich, als sich der Zeitzeuge aus &bdquo;Fall A&ldquo; pl&ouml;tzlich als der gesuchte Vater in &bdquo;Fall F&ldquo; herausstellte. Und dass die argentinische Archivarin, die uns in einem Fall so freundlich weiterhilft, pl&ouml;tzlich eine Vergangenheit als Heimleiterin aufwies, die die Mutter einer ganz anderen Protagonistin so sehr gequ&auml;lt hatte &ndash; und uns deren dunkles Geheimnis verraten konnte.<br /> In Wahrheit l&ouml;sen sich die R&auml;tsel nat&uuml;rlich nicht ganz so schnell auf. Doch manchmal in einer Weise, da w&auml;r ich nicht mal im Traum drauf gekommen... no André Bechtold Recherchieren Sie mit! http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=17562&blogName=Spurensucher Wed, 22 Aug 2007 16:10:43 +0200 Recherchieren Sie mit!<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 22. August 2007<br /> <br /> Ich habe eine ganz simple Frage &ndash; doch niemand konnte sie bisher beantworten:<br /> Seit wann rauchen Frauen auf Werbeplakaten?<br /> Nicht einmal die gro&szlig;en Tabakfirmen, die ich angerufen habe, konnten weiterhelfen. Nun hoffe ich auf Sie... André Bechtold Hilfe gesucht Recherchieren Sie mit!<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 22. August 2007<br /> <br /> Ich habe eine ganz simple Frage &ndash; doch niemand konnte sie bisher beantworten:<br /> Seit wann rauchen Frauen auf Werbeplakaten?<br /> Nicht einmal die gro&szlig;en Tabakfirmen, die ich angerufen habe, konnten weiterhelfen. Nun hoffe ich auf Sie... no André Bechtold Lada hat Lampenfieber http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=17503&blogName=Spurensucher Mon, 20 Aug 2007 15:19:05 +0200 Lada hat Lampenfieber<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 20. August 2007<br /> <br /> Berlin Hauptbahnhof. Dreharbeiten. Erster gro&szlig;er Auftritt des Ladas. Und was passiert? Er vermasselt&acute;s! <br /> Ich hatte soeben eine Protagonistin aus D&uuml;sseldorf in Empfang genommen, die mir vor der Kamera Material &uuml;berreichen sollte. Begleitet vom Kamerateam schlenderten wir gem&uuml;tlich zum Bahnhofsparkplatz, unterhielten uns bereits angeregt, &ouml;ffneten die Autot&uuml;ren, setzen uns &ndash; und dann sprang er nicht an! Sie lachte. Ich auch. Und hinter uns etwa zehn andere, Unbekannte. Eine richtige kleine Menschentraube hatte sich gebildet, alle &auml;ugten neugierig zu uns her&uuml;ber. Aber glauben Sie, jemand h&auml;tte seine Hilfe angeboten? Angeschoben? Zugepackt? Oder meinem &bdquo;Liebchen&ldquo; wenigstens gut zugeredet? Nein! Die dachten wohl alle, das geh&ouml;rt dazu, nach dem Motto: Wir drehen &bdquo;Der Anti-James Bond&ldquo; oder so.<br /> Dabei hatte der Lada blo&szlig; Lampenfieber. Hoffe ich zumindest. Denn wenn es nicht daran lag, dann kann ich mich ja auf eine &quot;heitere&quot; Spurensuche einstellen... André Bechtold Dreharbeiten Lada hat Lampenfieber<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 20. August 2007<br /> <br /> Berlin Hauptbahnhof. Dreharbeiten. Erster gro&szlig;er Auftritt des Ladas. Und was passiert? Er vermasselt&acute;s! <br /> Ich hatte soeben eine Protagonistin aus D&uuml;sseldorf in Empfang genommen, die mir vor der Kamera Material &uuml;berreichen sollte. Begleitet vom Kamerateam schlenderten wir gem&uuml;tlich zum Bahnhofsparkplatz, unterhielten uns bereits angeregt, &ouml;ffneten die Autot&uuml;ren, setzen uns &ndash; und dann sprang er nicht an! Sie lachte. Ich auch. Und hinter uns etwa zehn andere, Unbekannte. Eine richtige kleine Menschentraube hatte sich gebildet, alle &auml;ugten neugierig zu uns her&uuml;ber. Aber glauben Sie, jemand h&auml;tte seine Hilfe angeboten? Angeschoben? Zugepackt? Oder meinem &bdquo;Liebchen&ldquo; wenigstens gut zugeredet? Nein! Die dachten wohl alle, das geh&ouml;rt dazu, nach dem Motto: Wir drehen &bdquo;Der Anti-James Bond&ldquo; oder so.<br /> Dabei hatte der Lada blo&szlig; Lampenfieber. Hoffe ich zumindest. Denn wenn es nicht daran lag, dann kann ich mich ja auf eine &quot;heitere&quot; Spurensuche einstellen... no André Bechtold G wie Glück http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=17286&blogName=Spurensucher Tue, 14 Aug 2007 18:09:50 +0200 G wie Glück<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 14. August 2007<br /> <br /> Ein Spurensucher braucht vor allem vier Dinge: Genealogisches Knowhow, geschichtliches Wissen, viel Geduld und noch mehr Gl&uuml;ck.<br /> Vom letzterem hatte ich heute morgen eine Menge, noch bevor ich im &bdquo;Falle K&uacute;bon&ldquo; die drei ersteren aktivieren musste. Denn Herr Guzy aus Berlin schrieb mir: <br /> <br /> &bdquo;Sehr geehrter Herr Bechtold<br /> Der ber&uuml;hmte polnische Etymologe Rymut verzeichnet in seiner 1992er Datenbank die Familiennamen Kubon (62 Namenstr&auml;ger) und Kubon&acute; (702) sowie Formen, die sich aus dem Familiennamen entwickelt haben k&ouml;nnten: Kubonicz (1),&nbsp; Kubonik (43). Die &uuml;berwiegende Mehrzeit der Namenstr&auml;ger lebt im schlesischen Raum, der Schwerpunkt liegt bei den Kubon&acute;&nbsp; in der Gegend um Tarnowitz und bei den Kubon in der Gegend um Oppeln.<br /> Der Familienname Cubon findet sich in Frankreich nicht in Geburtsregistern von 1891&ndash;1990, so dass etwaige Namensfunde, die der Proband ausgemacht haben will, wohl auf Zuz&uuml;gler und versprengte Einzelfunde zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind. Die Schreibweise Kubon l&auml;sst sich ab Mitte des 20. Jahrhunderts im Grenzgebiet zu Belgien ausmachen.<br /> Bei detaillierteren Angaben zur Herkunft der Gro&szlig;eltern/Urgro&szlig;eltern des Probanden stelle ich gern einen Forschungsplan zusammen und such die Archivbest&auml;nde in Deutschland und vor Ort heraus.&ldquo;<br /> <br /> Der Name K&uacute;bon leitet sich also vielleicht doch vom Franz&ouml;sischen ab - zumindest &bdquo;bon&ldquo; von bonheur (Gl&uuml;ck)?<br /> Ob das tats&auml;chlich so ist, wird sich zeigen, sobald wir Genaueres &uuml;ber die noch vorhandenen Archivbest&auml;nde wissen. Ich habe Herrn Guzy alle Daten, die wir kennen, zukommen lassen. Und dr&uuml;cke ihm jetzt die Daumen, dass er f&uuml;ndig wird. André Bechtold Aktuelles von der Spurensuche G wie Glück<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 14. August 2007<br /> <br /> Ein Spurensucher braucht vor allem vier Dinge: Genealogisches Knowhow, geschichtliches Wissen, viel Geduld und noch mehr Gl&uuml;ck.<br /> Vom letzterem hatte ich heute morgen eine Menge, noch bevor ich im &bdquo;Falle K&uacute;bon&ldquo; die drei ersteren aktivieren musste. Denn Herr Guzy aus Berlin schrieb mir: <br /> <br /> &bdquo;Sehr geehrter Herr Bechtold<br /> Der ber&uuml;hmte polnische Etymologe Rymut verzeichnet in seiner 1992er Datenbank die Familiennamen Kubon (62 Namenstr&auml;ger) und Kubon&acute; (702) sowie Formen, die sich aus dem Familiennamen entwickelt haben k&ouml;nnten: Kubonicz (1),&nbsp; Kubonik (43). Die &uuml;berwiegende Mehrzeit der Namenstr&auml;ger lebt im schlesischen Raum, der Schwerpunkt liegt bei den Kubon&acute;&nbsp; in der Gegend um Tarnowitz und bei den Kubon in der Gegend um Oppeln.<br /> Der Familienname Cubon findet sich in Frankreich nicht in Geburtsregistern von 1891&ndash;1990, so dass etwaige Namensfunde, die der Proband ausgemacht haben will, wohl auf Zuz&uuml;gler und versprengte Einzelfunde zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind. Die Schreibweise Kubon l&auml;sst sich ab Mitte des 20. Jahrhunderts im Grenzgebiet zu Belgien ausmachen.<br /> Bei detaillierteren Angaben zur Herkunft der Gro&szlig;eltern/Urgro&szlig;eltern des Probanden stelle ich gern einen Forschungsplan zusammen und such die Archivbest&auml;nde in Deutschland und vor Ort heraus.&ldquo;<br /> <br /> Der Name K&uacute;bon leitet sich also vielleicht doch vom Franz&ouml;sischen ab - zumindest &bdquo;bon&ldquo; von bonheur (Gl&uuml;ck)?<br /> Ob das tats&auml;chlich so ist, wird sich zeigen, sobald wir Genaueres &uuml;ber die noch vorhandenen Archivbest&auml;nde wissen. Ich habe Herrn Guzy alle Daten, die wir kennen, zukommen lassen. Und dr&uuml;cke ihm jetzt die Daumen, dass er f&uuml;ndig wird. no André Bechtold Hugenottische Hirten? http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=17097&blogName=Spurensucher Thu, 9 Aug 2007 14:37:59 +0200 Hugenottische Hirten?<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 9. August 2007<br /> <br /> Heute also K&uacute;bon. Ich habe &uuml;berlegt, was der Name bedeuten k&ouml;nnte &ndash; waren die K&uacute;bons vielleicht mal Kuhhirten, und zwar besonders gute? Darauf lie&szlig;e zumindest das Suffix schlie&szlig;en. Dass es franz&ouml;sisch ist, passt zu Herrn K&uacute;bons Vermutung, dass der Name franz&ouml;sische Urspr&uuml;nge hat: In Frankreich hat er zahlreiche C&uacute;bons &ndash; mit C geschrieben &ndash; ausfindig gemacht. Allerdings bedeutet da &bdquo;cul&ldquo; leider nicht Kuh...<br /> <br /> Herr K&uacute;bon m&ouml;chte wissen, ob seine Ahnen vielleicht Hugenotten waren, franz&ouml;sische Protestanten, die im katholischen Mutterland bis ins 18. Jahrhundert hinein heftig verfolgt wurden und die &uuml;ber die Jahrhunderte immer wieder in die umliegenden protestantischen L&auml;nder geflohen sind - unter anderem in die Schweiz und die Niederlande, nach England und Preu&szlig;en. <br /> <br /> Einen H&ouml;hepunkt erreichte die Verfolgung &uuml;brigens unter dem &bdquo;Sonnenk&ouml;nig&ldquo; Louis XIV. <br /> Dieser wurde im Glauben erzogen, die Seele eines Protestanten m&uuml;sse in der H&ouml;lle schmoren. Das wollte er seinen hugenottischen Untertanen ersparen, jedoch ausgerechnet mittels einer Art &bdquo;H&ouml;lle auf Erden&ldquo;: Seine Missionierungsmethoden waren &auml;usserst militant, und f&uuml;r die Bekenntnis zum protestantischen Glauben gab es eine Galeerenstrafe wie bei Mord und Hochverrat.<br /> <br /> F&uuml;rs erste ist in Herrn K&uacute;bons Stammbaum von Frankreich allerdings keine Spur. Seine n&auml;chsten Vorfahren kommen aus Schlesien und Oberschlesien, bis 1800 ist er schon gekommen. Ich bin gespannt, ob wir noch eine Verbindung zu den Hugenotten finden. Aber vielleicht landen wir auch ganz woanders.<br /> <br /> F&uuml;r Tipps bin ich wie immer dankbar. Ist Ihnen bei Ihren Forschungen schon einmal ein K&uacute;bon begegnet? André Bechtold Aktuelles von der Spurensuche Hugenottische Hirten?<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 9. August 2007<br /> <br /> Heute also K&uacute;bon. Ich habe &uuml;berlegt, was der Name bedeuten k&ouml;nnte &ndash; waren die K&uacute;bons vielleicht mal Kuhhirten, und zwar besonders gute? Darauf lie&szlig;e zumindest das Suffix schlie&szlig;en. Dass es franz&ouml;sisch ist, passt zu Herrn K&uacute;bons Vermutung, dass der Name franz&ouml;sische Urspr&uuml;nge hat: In Frankreich hat er zahlreiche C&uacute;bons &ndash; mit C geschrieben &ndash; ausfindig gemacht. Allerdings bedeutet da &bdquo;cul&ldquo; leider nicht Kuh...<br /> <br /> Herr K&uacute;bon m&ouml;chte wissen, ob seine Ahnen vielleicht Hugenotten waren, franz&ouml;sische Protestanten, die im katholischen Mutterland bis ins 18. Jahrhundert hinein heftig verfolgt wurden und die &uuml;ber die Jahrhunderte immer wieder in die umliegenden protestantischen L&auml;nder geflohen sind - unter anderem in die Schweiz und die Niederlande, nach England und Preu&szlig;en. <br /> <br /> Einen H&ouml;hepunkt erreichte die Verfolgung &uuml;brigens unter dem &bdquo;Sonnenk&ouml;nig&ldquo; Louis XIV. <br /> Dieser wurde im Glauben erzogen, die Seele eines Protestanten m&uuml;sse in der H&ouml;lle schmoren. Das wollte er seinen hugenottischen Untertanen ersparen, jedoch ausgerechnet mittels einer Art &bdquo;H&ouml;lle auf Erden&ldquo;: Seine Missionierungsmethoden waren &auml;usserst militant, und f&uuml;r die Bekenntnis zum protestantischen Glauben gab es eine Galeerenstrafe wie bei Mord und Hochverrat.<br /> <br /> F&uuml;rs erste ist in Herrn K&uacute;bons Stammbaum von Frankreich allerdings keine Spur. Seine n&auml;chsten Vorfahren kommen aus Schlesien und Oberschlesien, bis 1800 ist er schon gekommen. Ich bin gespannt, ob wir noch eine Verbindung zu den Hugenotten finden. Aber vielleicht landen wir auch ganz woanders.<br /> <br /> F&uuml;r Tipps bin ich wie immer dankbar. Ist Ihnen bei Ihren Forschungen schon einmal ein K&uacute;bon begegnet? no André Bechtold Sag mir deinen Namen... http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=16990&blogName=Spurensucher Tue, 7 Aug 2007 13:04:00 +0200 Sag mir deinen Namen...<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 7. August 2007<br /> <br /> ... und ich sag dir, wer du bist.<br /> Wenn&acute;s nur so einfach w&auml;re!<br /> <br /> Die Familien M&uuml;ller, B&auml;cker und Klein brauchen sich &uuml;ber ihren Familiennamen nicht den Kopf zu zerbrechen: Die Bedeutung liegt auf der Hand. Etwas anders verh&auml;lt es sich aber mit Schluckwerder, Pinkernell oder Qualischefski &ndash; und nat&uuml;rlich mit vielen anderen Familiennamen, von denen es allein in Deutschland rund eine Million gibt.<br /> So wird man denn auch als Spurensucher h&auml;ufig gefragt: Was bedeutet mein Familienname? Warum wurde ein Ahne in grauer &bdquo;Vor-Zeit&ldquo; pl&ouml;tzlich ausgerechnet so bezeichnet? <br /> So grau muss diese Vorzeit allerdings gar nicht gewesen sein: Viele einfache Bauern liefen noch bis ins 18. Jahrhundert ohne Nachnamen herum. Bei Adligen hingegen entwickelte sich der Familienname als vererbbares Gut bereits im 12. Jahrhundert &ndash; nicht zuletzt, um Landbesitz halten zu k&ouml;nnen. Fr&uuml;her als auf dem Land wurden in den St&auml;dten Nachnamen vergeben; hier wurde die Anzahl an Menschen mit identischen Rufnamen irgendwann einfach zu gro&szlig; und die Steuereintreiber verloren den &Uuml;berblick...<br /> <br /> Ein Familienname kann jedoch nicht nur Aufschluss geben &uuml;ber Beruf, Aussehen oder sonstige besondere Merkmale eines Vorfahren, der zuf&auml;llig in die Zeit der Festschreibung des eigenen Familiennamens hinein geborenen wurde. Er kann auch die geografische Herkunft der eigenen Stammlinie zu kl&auml;ren helfen. Dies erhofft sich auch Herr K&uacute;bon aus Essen. Doch dazu das n&auml;chste Mal mehr... André Bechtold Aktuelles von der Spurensuche Sag mir deinen Namen...<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 7. August 2007<br /> <br /> ... und ich sag dir, wer du bist.<br /> Wenn&acute;s nur so einfach w&auml;re!<br /> <br /> Die Familien M&uuml;ller, B&auml;cker und Klein brauchen sich &uuml;ber ihren Familiennamen nicht den Kopf zu zerbrechen: Die Bedeutung liegt auf der Hand. Etwas anders verh&auml;lt es sich aber mit Schluckwerder, Pinkernell oder Qualischefski &ndash; und nat&uuml;rlich mit vielen anderen Familiennamen, von denen es allein in Deutschland rund eine Million gibt.<br /> So wird man denn auch als Spurensucher h&auml;ufig gefragt: Was bedeutet mein Familienname? Warum wurde ein Ahne in grauer &bdquo;Vor-Zeit&ldquo; pl&ouml;tzlich ausgerechnet so bezeichnet? <br /> So grau muss diese Vorzeit allerdings gar nicht gewesen sein: Viele einfache Bauern liefen noch bis ins 18. Jahrhundert ohne Nachnamen herum. Bei Adligen hingegen entwickelte sich der Familienname als vererbbares Gut bereits im 12. Jahrhundert &ndash; nicht zuletzt, um Landbesitz halten zu k&ouml;nnen. Fr&uuml;her als auf dem Land wurden in den St&auml;dten Nachnamen vergeben; hier wurde die Anzahl an Menschen mit identischen Rufnamen irgendwann einfach zu gro&szlig; und die Steuereintreiber verloren den &Uuml;berblick...<br /> <br /> Ein Familienname kann jedoch nicht nur Aufschluss geben &uuml;ber Beruf, Aussehen oder sonstige besondere Merkmale eines Vorfahren, der zuf&auml;llig in die Zeit der Festschreibung des eigenen Familiennamens hinein geborenen wurde. Er kann auch die geografische Herkunft der eigenen Stammlinie zu kl&auml;ren helfen. Dies erhofft sich auch Herr K&uacute;bon aus Essen. Doch dazu das n&auml;chste Mal mehr... no André Bechtold Kleine große Welt http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=16904&blogName=Spurensucher Fri, 3 Aug 2007 15:09:12 +0200 Kleine große Welt<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 3. August 2007<br /> <br /> Unglaublich, wie klein die gro&szlig;e Welt manchmal ist. Seit ich so viele Familiengeschichten mit mir herumtrage, treffe ich mit einem Mal &uuml;berall Menschen, die mit diesen Schicksalen verwoben sind. Und zwar nicht etwa nur auf meinen Recherchereisen, die mich ja zwangsl&auml;ufig in die betreffenden Gegenden f&uuml;hren &ndash; nein, beim B&auml;cker, in Konzerten oder ganz einfach so.<br /> Neulich wartete ich in der U-Bahn-Station Berlin-Bayerischer Platz auf den Zug. Der Bahnsteig war leer, bis eine Frau kam und mich ansprach. Sie fragte, wo hinten sei, da der Kurzzug &quot;hinten&quot; anhalten w&uuml;rde. Wir diskutierten eine Weile &uuml;ber Norden und S&uuml;den, da &quot;hinten&quot; wohl im S&uuml;den sei. Dabei erz&auml;hlte sie mir, dass sie sich in Berlin nicht auskenne, sondern nur auf Besuch bei ihrer Tochter sei. Sie wohne eigentlich in Ostfriesland. Als sie die Stadt nannte, war ich sehr &uuml;berrascht, denn einer unserer F&auml;lle f&uuml;hrt uns genau in diesen 6000-Seelen-Ort. Mehr noch: Es ist reiner Zufall, dass ich nicht sie, sondern ihren Kollegen kontaktiert hatte, der uns seit ein paar Wochen als Experte beratend zur Seite steht. Denn auch sie arbeitet im Museum des Ortes. <br /> Einen guten Teil des Weges &ndash; sie wollte ins Musical &bdquo;Die Sch&ouml;ne und das Biest&ldquo; &ndash; legten wir danach gemeinsam zur&uuml;ck. Und wenn ich das n&auml;chste Mal vor Ort bin, wei&szlig; ich jetzt, wo ich einen richtig guten Kaffee bekomme. Ich gr&uuml;&szlig;e heute also &quot;Ursula W.&quot;: Danke f&uuml;r die Einladung, ich freue mich auf den n&auml;chsten Schwatz mit Ihnen! André Bechtold Aktuelles von der Spurensuche Kleine große Welt<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 3. August 2007<br /> <br /> Unglaublich, wie klein die gro&szlig;e Welt manchmal ist. Seit ich so viele Familiengeschichten mit mir herumtrage, treffe ich mit einem Mal &uuml;berall Menschen, die mit diesen Schicksalen verwoben sind. Und zwar nicht etwa nur auf meinen Recherchereisen, die mich ja zwangsl&auml;ufig in die betreffenden Gegenden f&uuml;hren &ndash; nein, beim B&auml;cker, in Konzerten oder ganz einfach so.<br /> Neulich wartete ich in der U-Bahn-Station Berlin-Bayerischer Platz auf den Zug. Der Bahnsteig war leer, bis eine Frau kam und mich ansprach. Sie fragte, wo hinten sei, da der Kurzzug &quot;hinten&quot; anhalten w&uuml;rde. Wir diskutierten eine Weile &uuml;ber Norden und S&uuml;den, da &quot;hinten&quot; wohl im S&uuml;den sei. Dabei erz&auml;hlte sie mir, dass sie sich in Berlin nicht auskenne, sondern nur auf Besuch bei ihrer Tochter sei. Sie wohne eigentlich in Ostfriesland. Als sie die Stadt nannte, war ich sehr &uuml;berrascht, denn einer unserer F&auml;lle f&uuml;hrt uns genau in diesen 6000-Seelen-Ort. Mehr noch: Es ist reiner Zufall, dass ich nicht sie, sondern ihren Kollegen kontaktiert hatte, der uns seit ein paar Wochen als Experte beratend zur Seite steht. Denn auch sie arbeitet im Museum des Ortes. <br /> Einen guten Teil des Weges &ndash; sie wollte ins Musical &bdquo;Die Sch&ouml;ne und das Biest&ldquo; &ndash; legten wir danach gemeinsam zur&uuml;ck. Und wenn ich das n&auml;chste Mal vor Ort bin, wei&szlig; ich jetzt, wo ich einen richtig guten Kaffee bekomme. Ich gr&uuml;&szlig;e heute also &quot;Ursula W.&quot;: Danke f&uuml;r die Einladung, ich freue mich auf den n&auml;chsten Schwatz mit Ihnen! no André Bechtold Schatzsuche - bitte mitdenken! http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=16838&blogName=Spurensucher Wed, 1 Aug 2007 14:14:01 +0200 Schatzsuche - bitte mitdenken!<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 1. August 2007<br /> <br /> Noch eine Email von Herrn Linder:<br /> <br /> &quot;Lieber Herr Bechtold,<br /> nachdem nun nichts aus dem Erben wird, muss ich mich wohl nach einem Job umsehen. F&uuml;r die Ausr&uuml;stung eines anst&auml;ndigen Schiffs fehlt mir das Kapital - vielleicht versuch ich's mal mit Familienforschung.<br /> Eine Frage bleibt dennoch offen: Wie konnte es im Jahre 1908 &ndash; 60 Jahre nachdem der Bernische Regierungsrat jede Wiederaufnahme der Staatsintervention, ohne dass gen&uuml;gend Beweismittel zur Hand gebracht werden, auf&acute;s Entschiedenste&acute; abgelehnt hat &ndash; in Kallnach erneut zu einer solchen Aufregung kommen? Wer hat das Ger&uuml;cht um den Piratenschatz erneut in die Welt gesetzt &ndash; und dies erst noch so glaubhaft, dass es namhaften Zeitungen gro&szlig;e Berichte wert war? Was kann das Interesse dahinter gewesen sein? Tats&auml;chlich nur ein Fastnachtsscherz?<br /> Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Adrian Linder&ldquo;<br /> <br /> Ja, das w&uuml;sste ich auch gern. Das Archivmaterial gibt dar&uuml;ber leider keinen Aufschluss. Wir sind also auf m&uuml;ndliche &Uuml;berlieferungen angewiesen. Oder zumindest auf Spekulationen. Hat jemand eine Idee, wer den Schwindel wieder belebt haben k&ouml;nnte &ndash; und vor allem: warum? André Bechtold Piratenschatz Schatzsuche - bitte mitdenken!<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 1. August 2007<br /> <br /> Noch eine Email von Herrn Linder:<br /> <br /> &quot;Lieber Herr Bechtold,<br /> nachdem nun nichts aus dem Erben wird, muss ich mich wohl nach einem Job umsehen. F&uuml;r die Ausr&uuml;stung eines anst&auml;ndigen Schiffs fehlt mir das Kapital - vielleicht versuch ich's mal mit Familienforschung.<br /> Eine Frage bleibt dennoch offen: Wie konnte es im Jahre 1908 &ndash; 60 Jahre nachdem der Bernische Regierungsrat jede Wiederaufnahme der Staatsintervention, ohne dass gen&uuml;gend Beweismittel zur Hand gebracht werden, auf&acute;s Entschiedenste&acute; abgelehnt hat &ndash; in Kallnach erneut zu einer solchen Aufregung kommen? Wer hat das Ger&uuml;cht um den Piratenschatz erneut in die Welt gesetzt &ndash; und dies erst noch so glaubhaft, dass es namhaften Zeitungen gro&szlig;e Berichte wert war? Was kann das Interesse dahinter gewesen sein? Tats&auml;chlich nur ein Fastnachtsscherz?<br /> Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Adrian Linder&ldquo;<br /> <br /> Ja, das w&uuml;sste ich auch gern. Das Archivmaterial gibt dar&uuml;ber leider keinen Aufschluss. Wir sind also auf m&uuml;ndliche &Uuml;berlieferungen angewiesen. Oder zumindest auf Spekulationen. Hat jemand eine Idee, wer den Schwindel wieder belebt haben k&ouml;nnte &ndash; und vor allem: warum? no André Bechtold Schatzsuche - Die Auflösung http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=16745&blogName=Spurensucher Mon, 30 Jul 2007 10:34:11 +0200 Schatzsuche - Die Auflösung<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 30. Juli 2007<br /> <br /> Die Unterlagen aus Kallnach sind da. Was f&uuml;r eine Pleite!<br /> Es scheint als h&auml;tten die Zeitungsartikel aus dem Jahr 1908 in ganz Europa einen Riesenwirbel ausgel&ouml;st. Neben den vielen Anfragen aus der Schweiz trafen auch welche aus Deutschland, Italien und Frankreich in Kallnach ein &ndash; die letzte aus Paris sogar noch im Jahr 1967. Und immer waren die Absender fest &uuml;berzeugt, erbberechtigte Nachfahren des Seer&auml;ubers K&ouml;hli zu sein.<br /> Zur Antwort bekamen sie: &bdquo;Wir hoffen, dass wir in dieser Sache nicht mehr weiter bel&auml;stigt werden.&ldquo; Das klingt nicht gerade freundlich, aber ausnahmsweise habe ich ein gewisses Verst&auml;ndnis f&uuml;r den Unmut der Berner Beamten. Schlie&szlig;lich reicht dieser Millionenschwindel bis ins Jahr 1818 zur&uuml;ck! Und alle paar Jahre taucht ein neuer &bdquo;Erbe&ldquo; auf...<br /> <br /> Schon 1848 teilte der Regierungsrat des Kantons Bern allen vermeintlich Erbberechtigten mit, dass &bdquo;an 27 Jahre lang, n&auml;mlich von 1818-1845, die Regierung Berns alle amtlichen Mittel ersch&ouml;pft hat&ldquo;, um die Existenz dieser Erbschaft nachzuweisen. Danach sei sie nun &bdquo;von der g&auml;nzlichen Bodenlosigkeit dieser Erbfrage &uuml;berzeugt&ldquo; und habe beschlossen, &bdquo;jede Wiederaufnahme der Staatsintervention, ohne dass gen&uuml;gend Beweismittel zur Hand gebracht werden, auf&acute;s Entschiedenste abzulehnen.&ldquo; Entschieden hei&szlig;t es: &bdquo;Der saanische General, Admiral und Pirat Andreas Kohli ist und bleibt, der sorgf&auml;ltigsten amtlichen Nachforschungen ungeachtet, eine mythische Person und seine Verlassenschaft von 50 Millionen im Schosse der englischen Bank ein M&auml;rchen aus tausend und einer Nacht.&ldquo; <br /> Dennoch belebte der Volksmund dieses M&auml;rchen hartn&auml;ckig wieder und wieder. Und vermutlich kursiert nicht nur in Adrian Linders Familie bis heute die M&auml;r vom Piratenschatz, der eigentlich Familienbesitz w&auml;re.<br /> <br /> Kennen Sie auch jemanden mit einer solchen Familienlegende? Und welche abenteuerlichen Wendungen hat die Geschichte da genommen? André Bechtold Piratenschatz Schatzsuche - Die Auflösung<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 30. Juli 2007<br /> <br /> Die Unterlagen aus Kallnach sind da. Was f&uuml;r eine Pleite!<br /> Es scheint als h&auml;tten die Zeitungsartikel aus dem Jahr 1908 in ganz Europa einen Riesenwirbel ausgel&ouml;st. Neben den vielen Anfragen aus der Schweiz trafen auch welche aus Deutschland, Italien und Frankreich in Kallnach ein &ndash; die letzte aus Paris sogar noch im Jahr 1967. Und immer waren die Absender fest &uuml;berzeugt, erbberechtigte Nachfahren des Seer&auml;ubers K&ouml;hli zu sein.<br /> Zur Antwort bekamen sie: &bdquo;Wir hoffen, dass wir in dieser Sache nicht mehr weiter bel&auml;stigt werden.&ldquo; Das klingt nicht gerade freundlich, aber ausnahmsweise habe ich ein gewisses Verst&auml;ndnis f&uuml;r den Unmut der Berner Beamten. Schlie&szlig;lich reicht dieser Millionenschwindel bis ins Jahr 1818 zur&uuml;ck! Und alle paar Jahre taucht ein neuer &bdquo;Erbe&ldquo; auf...<br /> <br /> Schon 1848 teilte der Regierungsrat des Kantons Bern allen vermeintlich Erbberechtigten mit, dass &bdquo;an 27 Jahre lang, n&auml;mlich von 1818-1845, die Regierung Berns alle amtlichen Mittel ersch&ouml;pft hat&ldquo;, um die Existenz dieser Erbschaft nachzuweisen. Danach sei sie nun &bdquo;von der g&auml;nzlichen Bodenlosigkeit dieser Erbfrage &uuml;berzeugt&ldquo; und habe beschlossen, &bdquo;jede Wiederaufnahme der Staatsintervention, ohne dass gen&uuml;gend Beweismittel zur Hand gebracht werden, auf&acute;s Entschiedenste abzulehnen.&ldquo; Entschieden hei&szlig;t es: &bdquo;Der saanische General, Admiral und Pirat Andreas Kohli ist und bleibt, der sorgf&auml;ltigsten amtlichen Nachforschungen ungeachtet, eine mythische Person und seine Verlassenschaft von 50 Millionen im Schosse der englischen Bank ein M&auml;rchen aus tausend und einer Nacht.&ldquo; <br /> Dennoch belebte der Volksmund dieses M&auml;rchen hartn&auml;ckig wieder und wieder. Und vermutlich kursiert nicht nur in Adrian Linders Familie bis heute die M&auml;r vom Piratenschatz, der eigentlich Familienbesitz w&auml;re.<br /> <br /> Kennen Sie auch jemanden mit einer solchen Familienlegende? Und welche abenteuerlichen Wendungen hat die Geschichte da genommen? no André Bechtold Der Fluch der Akribik http://blogs.arte.tv/Spurensucher/frontUser.do?method=getPost&postId=16581&blogName=Spurensucher Thu, 26 Jul 2007 17:09:40 +0200 Der Fluch der Akribik<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 26. Juli 2007<br /> <br /> Herr Linder schreibt:<br /> <br /> &quot;Lieber Herr Bechtold,<br /> leider kann ich Ihnen diese Nachricht nicht per Flaschenpost schicken. Also versichere ich Ihnen auf diesem Wege: Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Ich werde mich nicht gleich ins Meer st&uuml;rzen vor Entt&auml;uschung, dass es nun nichts wird mit den Millionen.<br /> Interessant ist das Ganze trotzdem! Auch wenn's ein Schwindel ist &ndash; ich habe ihn nicht in die Welt gesetzt. Ich bin gespannt, was hinter der Geschichte nun wirklich steckt... Das Schwindeldossier aus Kallnach will ich auf jeden Fall anschauen!<br /> Bis dann, mit piratesken Gr&uuml;ssen<br /> <br /> Adrian Linder&quot; André Bechtold Piratenschatz Der Fluch der Akribik<br \>Actum: Berlin<br /> Datum: 26. Juli 2007<br /> <br /> Herr Linder schreibt:<br /> <br /> &quot;Lieber Herr Bechtold,<br /> leider kann ich Ihnen diese Nachricht nicht per Flaschenpost schicken. Also versichere ich Ihnen auf diesem Wege: Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Ich werde mich nicht gleich ins Meer st&uuml;rzen vor Entt&auml;uschung, dass es nun nichts wird mit den Millionen.<br /> Interessant ist das Ganze trotzdem! Auch wenn's ein Schwindel ist &ndash; ich habe ihn nicht in die Welt gesetzt. Ich bin gespannt, was hinter der Geschichte nun wirklich steckt... Das Schwindeldossier aus Kallnach will ich auf jeden Fall anschauen!<br /> Bis dann, mit piratesken Gr&uuml;ssen<br /> <br /> Adrian Linder&quot; no André Bechtold