Blogs ARTE TV : Aktuelle Beiträge des Blogs Krimitagebuch http://blogs.arte.tv/ Aktuelle Beiträge des Blogs Krimitagebuch. fr Thu, 29 Dec 2011 16:00:06 +0100 Blogs ARTE TV : Aktuelle Beiträge des Blogs Krimitagebuch http://blogs.arte.tv/images/podcast/blogs.png http://blogs.arte.tv/ no Dominique Manottis "Roter Glamour" ist der beste Krimi des Jahres 2011 http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=109013&blogName=Krimitagebuch Thu, 29 Dec 2011 14:41:49 +0100 Dominique Manottis "Roter Glamour" ist der beste Krimi des Jahres 2011<br \><p> <div>Soeben ist die erste Top-Ten-Auswahl des Jahres online gegangen: die <strong>KrimiZEIT-Bestenliste 2011</strong>.</div> <div>Mit <a href="http://www.arte.tv/de/Dominique-Manotti/3400924.html"><strong>Dominique Manotti</strong></a> steht eine bisher kaum bekannte Autorin an erster Stelle. Seit ihrem Deb&uuml;t 1995 ist das zentrale Thema Manottis der Ursprung des Verbrechens aus der sozialen Struktur. <strong>Roter Glamour</strong> ist &ndash; auf Deutsch erschienen im Jahr der Offenbarwerdung des Strauss-Kahn &ndash; eine n&uuml;chterne Abrechnung mit den Herrschaftspraktiken der sogenannten franz&ouml;sischen Elite, die sogenannte linke Abteilung inklusive. <br /> Manotti steht in einer Tradition, die hierzulande leider nie diese kalte, scharfe Wucht bekommen hat wie in Frankreich: der des sozialkritischen Kriminalromans. Der deutsche Soziokrimi war im Vergleich zu den Franzosen immer zu brav, zu kleinteilig, zu herrschaftsfromm und vor allem zu moralisierend. Bei Manotti gibt es keine Klage, keine Anklage, da wird berichtet, was ist. Die Wut hat Gestalt angenommen.</div> <div>Tendenz? Danach wird immer gerne gefragt. Keine Tendenz, wo der Krimi hingeht, wird in der <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-12/beste-krimis-2011 ">KrimiZEIT-Bestenliste 2011</a> erkennbar.</div> <div>Sie ist einfach nur eine Auswahl und Hommage an exquisite Kriminalliteratur.</div> <strong><span style="font-size:12.0pt;Times New Roman&quot;;Times New Roman&quot;;">Lesen Sie selbst! <a href="http://www.arte.tv/de/6299884.html">Hier</a> mit allen Rezensionen. Und <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/serien/krimizeit/index.html ">hier</a> k&ouml;nnen Sie einen Kommentar des Jurysprechers h&ouml;ren.</span></strong></p> Tobias Gohlis fiction Dominique Manottis "Roter Glamour" ist der beste Krimi des Jahres 2011<br \><p> <div>Soeben ist die erste Top-Ten-Auswahl des Jahres online gegangen: die <strong>KrimiZEIT-Bestenliste 2011</strong>.</div> <div>Mit <a href="http://www.arte.tv/de/Dominique-Manotti/3400924.html"><strong>Dominique Manotti</strong></a> steht eine bisher kaum bekannte Autorin an erster Stelle. Seit ihrem Deb&uuml;t 1995 ist das zentrale Thema Manottis der Ursprung des Verbrechens aus der sozialen Struktur. <strong>Roter Glamour</strong> ist &ndash; auf Deutsch erschienen im Jahr der Offenbarwerdung des Strauss-Kahn &ndash; eine n&uuml;chterne Abrechnung mit den Herrschaftspraktiken der sogenannten franz&ouml;sischen Elite, die sogenannte linke Abteilung inklusive. <br /> Manotti steht in einer Tradition, die hierzulande leider nie diese kalte, scharfe Wucht bekommen hat wie in Frankreich: der des sozialkritischen Kriminalromans. Der deutsche Soziokrimi war im Vergleich zu den Franzosen immer zu brav, zu kleinteilig, zu herrschaftsfromm und vor allem zu moralisierend. Bei Manotti gibt es keine Klage, keine Anklage, da wird berichtet, was ist. Die Wut hat Gestalt angenommen.</div> <div>Tendenz? Danach wird immer gerne gefragt. Keine Tendenz, wo der Krimi hingeht, wird in der <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-12/beste-krimis-2011 ">KrimiZEIT-Bestenliste 2011</a> erkennbar.</div> <div>Sie ist einfach nur eine Auswahl und Hommage an exquisite Kriminalliteratur.</div> <strong><span style="font-size:12.0pt;Times New Roman&quot;;Times New Roman&quot;;">Lesen Sie selbst! <a href="http://www.arte.tv/de/6299884.html">Hier</a> mit allen Rezensionen. Und <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/serien/krimizeit/index.html ">hier</a> k&ouml;nnen Sie einen Kommentar des Jurysprechers h&ouml;ren.</span></strong></p> no Tobias Gohlis Ein kluge Jägerin and a good read http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=108902&blogName=Krimitagebuch Mon, 21 Nov 2011 19:30:29 +0100 Ein kluge Jägerin and a good read<br \><p>Aufr&auml;umen!</p> <div>Schon vor Wochen haben wir &uuml;ber <strong>Melanie McGrath</strong> geredet. Die englisch-kanadische Reporterin hat einen klugen, menschenfreundlichen Krimi geschrieben, in dem eine Inuit-J&auml;gerin ermittelt. Tatort: die n&ouml;rdlichste Siedlung der Welt in <strong>Ellesmere Island</strong>. Klug, weil ohne den Thriller- und den Sozialkitsch, mit dem ein Hoeg seine <strong>Fr&auml;ulein Smilla</strong> ausstattete. Eine frostklare Sache: eine Frau, die sich auskennt, und doch auf Distanz gehen kann.</div> <div>Zweimal im Jahr&nbsp; treffen wir uns zum Krimiplausch im <strong>Nordwestradio</strong>, Jutta G&uuml;nther, Lore Kleinert, Hendrik Werner und ich. <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/literaturforum/audio68062-popup.html"><strong>So</strong></a> haben wir &uuml;ber <strong>Melanie McGrath' IM EIS</strong> geredet. Jetzt hab ich den Link wiedergefunden: eine rundum saubere Leseempfehlung.</div> <p>&nbsp;</p> Tobias Gohlis fiction Ein kluge Jägerin and a good read<br \><p>Aufr&auml;umen!</p> <div>Schon vor Wochen haben wir &uuml;ber <strong>Melanie McGrath</strong> geredet. Die englisch-kanadische Reporterin hat einen klugen, menschenfreundlichen Krimi geschrieben, in dem eine Inuit-J&auml;gerin ermittelt. Tatort: die n&ouml;rdlichste Siedlung der Welt in <strong>Ellesmere Island</strong>. Klug, weil ohne den Thriller- und den Sozialkitsch, mit dem ein Hoeg seine <strong>Fr&auml;ulein Smilla</strong> ausstattete. Eine frostklare Sache: eine Frau, die sich auskennt, und doch auf Distanz gehen kann.</div> <div>Zweimal im Jahr&nbsp; treffen wir uns zum Krimiplausch im <strong>Nordwestradio</strong>, Jutta G&uuml;nther, Lore Kleinert, Hendrik Werner und ich. <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/literaturforum/audio68062-popup.html"><strong>So</strong></a> haben wir &uuml;ber <strong>Melanie McGrath' IM EIS</strong> geredet. Jetzt hab ich den Link wiedergefunden: eine rundum saubere Leseempfehlung.</div> <p>&nbsp;</p> no Tobias Gohlis Österreich: Kriminalschriftsteller Alfred Komarek mit Toleranz-Preis ausgezeichnet http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=108853&blogName=Krimitagebuch Fri, 11 Nov 2011 11:39:28 +0100 Österreich: Kriminalschriftsteller Alfred Komarek mit Toleranz-Preis ausgezeichnet<br \><p>&quot;Ein wenig ist der Preis vergleichbar mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels,&quot; erkl&auml;rt <strong>Alfred Komarek</strong> in Hamburg am Vorabend des 11.11.2011, bei aller Bescheidenheit nicht ohne Stolz. &quot;Morgen muss ich um 11 in Wien sein.&quot; Da bekommt der Erfinder des Landgendarmen Simon Polt den <strong>Ehrenpreis des &Ouml;sterreichischen Buchhandels</strong>. Ausgezeichnet werden &quot;Toleranz in Denken und Handeln&quot;. Aus der Begr&uuml;ndung der <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=94&amp;detail_id=4845">Jury</a>: &bdquo;Alfred Komareks Kriminalromane sind immer auch als Pl&auml;doyers f&uuml;r Toleranz und Menschlichkeit im Umgang mit Justiz und Verbrechen zu verstehen &ndash; nicht in dem Sinn, dass Komarek Verbrechen besch&ouml;nigen oder gar guthei&szlig;en w&uuml;rde, aber insofern, als er nachdr&uuml;cklich darauf hinweist, dass eine eindimensionale, blo&szlig; am Buchstaben des Gesetzes ausgerichtete Sichtweise auf das Verbrechen nicht ausreichend ist, um die menschliche Dimension beider Seiten zu erfassen.&ldquo;, begr&uuml;ndet die Jury die Wahl des diesj&auml;hrigen Ehrenpreistr&auml;gers.</p> <p>Eine gl&auml;nzende Entscheidung. <a href="http://www.togohlis.de/03komarekwv.htm"><strong>Komarek</strong></a> ist etwas Seltenes gelungen. In seinen&nbsp; Kriminalromanen um Simon Polt bringt er eine bemerkenswerte Landschaft, das Weinviertel, mit ihrer Geschichte, ihren Br&uuml;chen und ihren Menschen und Eigent&uuml;mlichkeiten zur Sprache. Gratulation!</p> Tobias Gohlis diary Österreich: Kriminalschriftsteller Alfred Komarek mit Toleranz-Preis ausgezeichnet<br \><p>&quot;Ein wenig ist der Preis vergleichbar mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels,&quot; erkl&auml;rt <strong>Alfred Komarek</strong> in Hamburg am Vorabend des 11.11.2011, bei aller Bescheidenheit nicht ohne Stolz. &quot;Morgen muss ich um 11 in Wien sein.&quot; Da bekommt der Erfinder des Landgendarmen Simon Polt den <strong>Ehrenpreis des &Ouml;sterreichischen Buchhandels</strong>. Ausgezeichnet werden &quot;Toleranz in Denken und Handeln&quot;. Aus der Begr&uuml;ndung der <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=94&amp;detail_id=4845">Jury</a>: &bdquo;Alfred Komareks Kriminalromane sind immer auch als Pl&auml;doyers f&uuml;r Toleranz und Menschlichkeit im Umgang mit Justiz und Verbrechen zu verstehen &ndash; nicht in dem Sinn, dass Komarek Verbrechen besch&ouml;nigen oder gar guthei&szlig;en w&uuml;rde, aber insofern, als er nachdr&uuml;cklich darauf hinweist, dass eine eindimensionale, blo&szlig; am Buchstaben des Gesetzes ausgerichtete Sichtweise auf das Verbrechen nicht ausreichend ist, um die menschliche Dimension beider Seiten zu erfassen.&ldquo;, begr&uuml;ndet die Jury die Wahl des diesj&auml;hrigen Ehrenpreistr&auml;gers.</p> <p>Eine gl&auml;nzende Entscheidung. <a href="http://www.togohlis.de/03komarekwv.htm"><strong>Komarek</strong></a> ist etwas Seltenes gelungen. In seinen&nbsp; Kriminalromanen um Simon Polt bringt er eine bemerkenswerte Landschaft, das Weinviertel, mit ihrer Geschichte, ihren Br&uuml;chen und ihren Menschen und Eigent&uuml;mlichkeiten zur Sprache. Gratulation!</p> no Tobias Gohlis Krimi-Spezial der ZEIT/Bestenliste November http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=108798&blogName=Krimitagebuch Thu, 3 Nov 2011 11:59:13 +0100 Krimi-Spezial der ZEIT/Bestenliste November<br \><p>Es gibt Tage, an denen man gespannter ist als an anderen Tagen. Heute ist so ein Tag. </p> <p>Seit gef&uuml;hlt vierzig Jahren hat es wieder einmal eine systemrelevante Zeitung (die ZEIT) gewagt, ein ganzes Magazin der Kriminalliteratur zu widmen. 56 Seiten &uuml;ber Krimis, nichts als Krimis - das hei&szlig;t Diskussion, Debatte, Nachdenken.&nbsp; Also, Krimifans und Krimiver&auml;chter, schaut mal rein, geht an den Kiosk, das lohnt sich. Heute ist es rausgekommen. Wer wei&szlig;, ob es so ein <strong>Krimi-Spezial</strong> so schnell wieder geben wird. Ein kleine Frau aus Paris mit einem gro&szlig;en Buch f&uuml;hrt den Reigen an, viel Feines, Entlegenes ist da zu finden. Entschieden: Der erweiterte Krimi-Begriff zeichnet sich ab.</p> <p>Dazu passt die aktuelle <a href="http://www.arte.tv/de/4228360.html"><strong>KrimiZEIT-Bestenliste</strong></a>. Sieben neue Titel sind drauf, darunter, man staune, vier deutscher Sprache.</p> <p>Ein spannender Tag, dieser 3. November.</p> <p>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> Tobias Gohlis diary Krimi-Spezial der ZEIT/Bestenliste November<br \><p>Es gibt Tage, an denen man gespannter ist als an anderen Tagen. Heute ist so ein Tag. </p> <p>Seit gef&uuml;hlt vierzig Jahren hat es wieder einmal eine systemrelevante Zeitung (die ZEIT) gewagt, ein ganzes Magazin der Kriminalliteratur zu widmen. 56 Seiten &uuml;ber Krimis, nichts als Krimis - das hei&szlig;t Diskussion, Debatte, Nachdenken.&nbsp; Also, Krimifans und Krimiver&auml;chter, schaut mal rein, geht an den Kiosk, das lohnt sich. Heute ist es rausgekommen. Wer wei&szlig;, ob es so ein <strong>Krimi-Spezial</strong> so schnell wieder geben wird. Ein kleine Frau aus Paris mit einem gro&szlig;en Buch f&uuml;hrt den Reigen an, viel Feines, Entlegenes ist da zu finden. Entschieden: Der erweiterte Krimi-Begriff zeichnet sich ab.</p> <p>Dazu passt die aktuelle <a href="http://www.arte.tv/de/4228360.html"><strong>KrimiZEIT-Bestenliste</strong></a>. Sieben neue Titel sind drauf, darunter, man staune, vier deutscher Sprache.</p> <p>Ein spannender Tag, dieser 3. November.</p> <p>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> no Tobias Gohlis KrimiZEIT-Bestenliste/Norbert Horst und Kate Atkinson http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=108627&blogName=Krimitagebuch Wed, 5 Oct 2011 13:44:45 +0200 KrimiZEIT-Bestenliste/Norbert Horst und Kate Atkinson<br \><p> <div>Die KrimiZEIT-Bestenliste Oktober f&uuml;hrt <a href="http://www.norbert-horst.de/"><b>Norbert Horst</b></a> an, der Schriftsteller, der au&szlig;en herum ein Beamter und Polizist ist. In der ZEIT habe ich ein paar Zeilen &uuml;ber diesen au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Autor geschrieben, <a href="http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/Literatur/KrimiZeit-Bestenliste/KrimiZeit-Bestenliste-in-diesem-Monat/4155770.html ">hier</a> kann man sie nachlesen.</div> <div>Nach wie vor in der falschen Schublade (&bdquo;Familienthriller&ldquo;, eine Sch&ouml;pfung aus der Brigitte-Stube) wird die Schottin <b>Kate Atkinson</b> einsortiert. &Uuml;ber die geistige Beschr&auml;nktheit von Klappentexten etc. muss man sich nicht allzu sehr aufregen, &uuml;ber das softe Cover und die Schublade schon. Lore Kleinert, Jutta G&uuml;nther, Hendrik Werner und ich haben im <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/literaturzeit/audio68060-popup.html ">Gespr&auml;ch</a> versucht, der besonderen Klasse dieser Autorin auf die Spur zu kommen.</div> <div>Haben Sie schon einen Blick auf die tolle Website geworfen, die das <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/serien/krimizeit/index.html "><b>NordwestRadio</b></a> der KrimiZEIT-Bestenliste widmet? Oder ein Ohr reingesteckt?</div> <div>Die n&auml;chste KrimiZEIT-Bestenliste erscheint &uuml;brigens am 3. November in einem Literaturmagazin der ZEIT, das nur dem Krimi gewidmet ist.</div> </p> Tobias Gohlis diary KrimiZEIT-Bestenliste/Norbert Horst und Kate Atkinson<br \><p> <div>Die KrimiZEIT-Bestenliste Oktober f&uuml;hrt <a href="http://www.norbert-horst.de/"><b>Norbert Horst</b></a> an, der Schriftsteller, der au&szlig;en herum ein Beamter und Polizist ist. In der ZEIT habe ich ein paar Zeilen &uuml;ber diesen au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Autor geschrieben, <a href="http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/Literatur/KrimiZeit-Bestenliste/KrimiZeit-Bestenliste-in-diesem-Monat/4155770.html ">hier</a> kann man sie nachlesen.</div> <div>Nach wie vor in der falschen Schublade (&bdquo;Familienthriller&ldquo;, eine Sch&ouml;pfung aus der Brigitte-Stube) wird die Schottin <b>Kate Atkinson</b> einsortiert. &Uuml;ber die geistige Beschr&auml;nktheit von Klappentexten etc. muss man sich nicht allzu sehr aufregen, &uuml;ber das softe Cover und die Schublade schon. Lore Kleinert, Jutta G&uuml;nther, Hendrik Werner und ich haben im <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/literaturzeit/audio68060-popup.html ">Gespr&auml;ch</a> versucht, der besonderen Klasse dieser Autorin auf die Spur zu kommen.</div> <div>Haben Sie schon einen Blick auf die tolle Website geworfen, die das <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/serien/krimizeit/index.html "><b>NordwestRadio</b></a> der KrimiZEIT-Bestenliste widmet? Oder ein Ohr reingesteckt?</div> <div>Die n&auml;chste KrimiZEIT-Bestenliste erscheint &uuml;brigens am 3. November in einem Literaturmagazin der ZEIT, das nur dem Krimi gewidmet ist.</div> </p> no Tobias Gohlis Der Alligator brüllt, grinst, mault wieder http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=108568&blogName=Krimitagebuch Mon, 26 Sep 2011 13:29:50 +0200 Der Alligator brüllt, grinst, mault wieder<br \><p> <div>Ich konnte es schon nicht mehr lesen, dieses &bdquo;Annemie, ich kann nit mieh!!&ldquo;, das einem entgegenschlug, wenn man in den <a href="http://www.alligatorpapiere.de/aktuell.html"><b>Alligatorpapieren</b></a> nach Neuigkeiten st&ouml;bern wollte. Annemieh Miersch sah wohl den zweiten Ehrenglauser f&uuml;rs Lebenswerk auf sich zu kommen.. Da kratzt man besser die Kurve.</div> <div>Es gab Ger&uuml;chte, und einige sind sogar nach Rahlstedt gedrungen, man und man wollten und w&uuml;rden.. und als die Vorfreude schon ersch&ouml;pft die Antiklimax erreichte, da hatte er sich leise, alligatorm&auml;&szlig;ig, an Land geschlichen. Lars Schafft und Thomas W&ouml;rtche respektive <a href="http://www.krimi-couch.de/">Krimi-Couch </a>und <a href="http://culturmag.de/">Culturmag</a> haben den alten Florida-Schnapper wieder aufgep&auml;ppelt und jetzt ist er &ndash; Jubel &ndash; frech grinsend, maulend und br&uuml;llend wieder da: <a href="http://www.alligatorpapiere.de/"><b>Alligator</b> </a>2.0.</div> <div>Beider supporter Sachverstand und eine clever geplante Channel-Sch&ouml;pf-Menschenkette haben in den wenigen Tagen seit Start (beil&auml;ufig am 1. 9. mit der KrimiZEIT-Bestenliste) schon so einen Haufen good stuff beigeschafft, dass ich den heutigen Freitagabend ganz allein mit diesem Alligator in die Wanne gehe. Wenn er nicht sinkt. Denn ein paar Navi-Hilfen&nbsp;m&uuml;ssen erg&auml;nzend zu den guten vorhandenen noch eingebaut werden, damit das Tierchen auch weiter tr&auml;gt.</div> <div>Jetzt&nbsp;aber hei&szlig;t es freuen, denn der neue Alligator bringt noch mehr.</div> <div><b>Erstes Plus</b> ist die systematischere und gezieltere Netzfischerei in den relevanten internationalen (anglophonen) Portalen, blogs und Medien. Das erleichtert die Orientierung und erspart Recherchearbeit in den eigenen RSS-feeds oder anderen Sammelstellen.</div> <div><b>Zweites Plus</b> ist der Zugriff auf schwer zug&auml;nglichen oder kostenpflichtigen content. So ist dem Alligator beispielsweise der s&uuml;ffisante Verriss ins Netz gegangen, mit dem Faz-Feuilleton-Chef Bahners den Roman des Oberschwadroneuers F.v.Schirach bedacht hat.</div> <div>Ich schlage den Alligatoren vor, ein <b>F&ouml;rder- oder Spendent&ouml;pfchen</b> aufzustellen, aus dem dann die eine oder andere pdf-Version eines schwer zug&auml;nglichen Printprodukts oder ein Datenbank-Download finanziert werden kann. Qualit&auml;tsrecherche kann bespendet werden.</div> <div><b>Drittes Plus</b>: Das Reptil sieht nicht mehr wie mein alter Turnschuh aus, sondern tr&auml;gt ein multitalentiertes Grinsen zur Schau, als h&auml;tte es vor, noch mehr good stuff zu fressen. Na, dann prost Mahlzeit!</div> </p> Tobias Gohlis clinch Der Alligator brüllt, grinst, mault wieder<br \><p> <div>Ich konnte es schon nicht mehr lesen, dieses &bdquo;Annemie, ich kann nit mieh!!&ldquo;, das einem entgegenschlug, wenn man in den <a href="http://www.alligatorpapiere.de/aktuell.html"><b>Alligatorpapieren</b></a> nach Neuigkeiten st&ouml;bern wollte. Annemieh Miersch sah wohl den zweiten Ehrenglauser f&uuml;rs Lebenswerk auf sich zu kommen.. Da kratzt man besser die Kurve.</div> <div>Es gab Ger&uuml;chte, und einige sind sogar nach Rahlstedt gedrungen, man und man wollten und w&uuml;rden.. und als die Vorfreude schon ersch&ouml;pft die Antiklimax erreichte, da hatte er sich leise, alligatorm&auml;&szlig;ig, an Land geschlichen. Lars Schafft und Thomas W&ouml;rtche respektive <a href="http://www.krimi-couch.de/">Krimi-Couch </a>und <a href="http://culturmag.de/">Culturmag</a> haben den alten Florida-Schnapper wieder aufgep&auml;ppelt und jetzt ist er &ndash; Jubel &ndash; frech grinsend, maulend und br&uuml;llend wieder da: <a href="http://www.alligatorpapiere.de/"><b>Alligator</b> </a>2.0.</div> <div>Beider supporter Sachverstand und eine clever geplante Channel-Sch&ouml;pf-Menschenkette haben in den wenigen Tagen seit Start (beil&auml;ufig am 1. 9. mit der KrimiZEIT-Bestenliste) schon so einen Haufen good stuff beigeschafft, dass ich den heutigen Freitagabend ganz allein mit diesem Alligator in die Wanne gehe. Wenn er nicht sinkt. Denn ein paar Navi-Hilfen&nbsp;m&uuml;ssen erg&auml;nzend zu den guten vorhandenen noch eingebaut werden, damit das Tierchen auch weiter tr&auml;gt.</div> <div>Jetzt&nbsp;aber hei&szlig;t es freuen, denn der neue Alligator bringt noch mehr.</div> <div><b>Erstes Plus</b> ist die systematischere und gezieltere Netzfischerei in den relevanten internationalen (anglophonen) Portalen, blogs und Medien. Das erleichtert die Orientierung und erspart Recherchearbeit in den eigenen RSS-feeds oder anderen Sammelstellen.</div> <div><b>Zweites Plus</b> ist der Zugriff auf schwer zug&auml;nglichen oder kostenpflichtigen content. So ist dem Alligator beispielsweise der s&uuml;ffisante Verriss ins Netz gegangen, mit dem Faz-Feuilleton-Chef Bahners den Roman des Oberschwadroneuers F.v.Schirach bedacht hat.</div> <div>Ich schlage den Alligatoren vor, ein <b>F&ouml;rder- oder Spendent&ouml;pfchen</b> aufzustellen, aus dem dann die eine oder andere pdf-Version eines schwer zug&auml;nglichen Printprodukts oder ein Datenbank-Download finanziert werden kann. Qualit&auml;tsrecherche kann bespendet werden.</div> <div><b>Drittes Plus</b>: Das Reptil sieht nicht mehr wie mein alter Turnschuh aus, sondern tr&auml;gt ein multitalentiertes Grinsen zur Schau, als h&auml;tte es vor, noch mehr good stuff zu fressen. Na, dann prost Mahlzeit!</div> </p> no Tobias Gohlis Kein Norwegen-Krimi: Ein soziopathischer Dichter hat in Utøya gemordet. http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=108368&blogName=Krimitagebuch Fri, 29 Jul 2011 11:45:04 +0200 Kein Norwegen-Krimi: Ein soziopathischer Dichter hat in Utøya gemordet.<br \><p> <div>Niemand konnte mit dem Massenmord auf der Insel Ut&oslash;ya rechnen. Noch weniger konnte man die Bombe im Osloer Regierungsviertel als das erkennen, was sie war: eine gezielte, bombastische Ablenkungsma&szlig;nahme, einzig dazu gedacht und ausgef&uuml;hrt, dem M&ouml;rder Gelegenheit zu verschaffen, anderswo so viele Menschen wie nur irgend m&ouml;glich zu t&ouml;ten, weil die Sicherheitskr&auml;fte den Anschlag auf das Regierungsviertel f&uuml;r den Hauptanschlag halten mussten. In der Verzweiflung und der Best&uuml;rzung &uuml;ber das Unfassbare wird nach Erkl&auml;rungen gesucht. <br /> Das Unfassbare und nicht Vorausgesehene liegt unter anderem darin, dass sich im zivilisierten Westen bis zum 22.Juli niemand vorstellen konnte, dass tats&auml;chlich eine zivilisierter &bdquo;blonder Norweger&ldquo; (Tagesschau) exakt so handelt wie ein islamistischer Terrorist.</div> <div>So ferne die Tat vom 22. Juli lag, so nahe scheint jetzt der <strong>Griff in die Krimikiste</strong>. Haben nicht Mankell und Dahl und Fossum und all die anderen eine Tat wie diese oder eine &auml;hnliche oder den Schrecken, der in die Idylle platzt, vorhergesagt? Hat der Tempelritter Breivik nicht ausgef&uuml;hrt, was die skandinavischen Krimiautoren &bdquo;vorhergesehen&ldquo; haben?</div> <div>Thomas Steinfeld, dem Skandinavisten, fallen in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/anschlaege-in-norwegen-die-heimsuchung-der-idyllen-1.1124494-2">S&uuml;ddeutschen Zeitung</a> die dazu passenden Beispiele ein. Oder genauer: Er glaubt, sie herbeireden zu k&ouml;nnen. Das klappt nicht, weil 1. literarisch der Einbruch des Schreckens in die Idylle nichts besonders Nordisches ist und 2. das tats&auml;chliche Geschehen immer anderen Gesetzen gehorcht als das phantastische. Jede Rationalisierung greift zu kurz, die mit dem nordischen Kriminalroman besonders kurz. Es hat etwas ungewollt Zynisches und Verharmlosendes, die Schauerm&auml;rchen und Schockeffekte eines Mankell oder Larsson&nbsp;mit den Taten Breiviks zu vergleichen.</div> <div>&nbsp;</div> <div><strong>Das einzige, was die (Kriminal-)literatur mit dem Massaker verbindet,</strong> ist Breiviks Versuch, sich als Literat aufzuf&uuml;hren. Sein 1500-Seiten-Manifest beginnt mit Hinweisen auf Ver&ouml;ffentlichungsm&ouml;glichkeiten und Abdruckrechte, erkl&auml;rt etwa, wie man Worddokumente in pdfs umwandelt. Hier produziert sich ein eitler Autor, der &uuml;ber hunderte Seiten seine Arbeit am literarischen Werk autobiographisch glorifiziert. Und nach der ideologischen und verbalen Aufplusterung dann zur Tat schritt.</div> Vor dem 22. Juli h&auml;tte man jeden Plot, der Breiviks Tat &auml;hnelt, als Erfindung eines Spinners abgetan. Jetzt zeigt sich: die Phantasien der Kriminalschriftsteller, auch der nordischen, waren zu unbedarft. Nein, stimmt nicht: Sie besitzen zu viel Empathie. </p> Tobias Gohlis true crime Kein Norwegen-Krimi: Ein soziopathischer Dichter hat in Utøya gemordet.<br \><p> <div>Niemand konnte mit dem Massenmord auf der Insel Ut&oslash;ya rechnen. Noch weniger konnte man die Bombe im Osloer Regierungsviertel als das erkennen, was sie war: eine gezielte, bombastische Ablenkungsma&szlig;nahme, einzig dazu gedacht und ausgef&uuml;hrt, dem M&ouml;rder Gelegenheit zu verschaffen, anderswo so viele Menschen wie nur irgend m&ouml;glich zu t&ouml;ten, weil die Sicherheitskr&auml;fte den Anschlag auf das Regierungsviertel f&uuml;r den Hauptanschlag halten mussten. In der Verzweiflung und der Best&uuml;rzung &uuml;ber das Unfassbare wird nach Erkl&auml;rungen gesucht. <br /> Das Unfassbare und nicht Vorausgesehene liegt unter anderem darin, dass sich im zivilisierten Westen bis zum 22.Juli niemand vorstellen konnte, dass tats&auml;chlich eine zivilisierter &bdquo;blonder Norweger&ldquo; (Tagesschau) exakt so handelt wie ein islamistischer Terrorist.</div> <div>So ferne die Tat vom 22. Juli lag, so nahe scheint jetzt der <strong>Griff in die Krimikiste</strong>. Haben nicht Mankell und Dahl und Fossum und all die anderen eine Tat wie diese oder eine &auml;hnliche oder den Schrecken, der in die Idylle platzt, vorhergesagt? Hat der Tempelritter Breivik nicht ausgef&uuml;hrt, was die skandinavischen Krimiautoren &bdquo;vorhergesehen&ldquo; haben?</div> <div>Thomas Steinfeld, dem Skandinavisten, fallen in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/anschlaege-in-norwegen-die-heimsuchung-der-idyllen-1.1124494-2">S&uuml;ddeutschen Zeitung</a> die dazu passenden Beispiele ein. Oder genauer: Er glaubt, sie herbeireden zu k&ouml;nnen. Das klappt nicht, weil 1. literarisch der Einbruch des Schreckens in die Idylle nichts besonders Nordisches ist und 2. das tats&auml;chliche Geschehen immer anderen Gesetzen gehorcht als das phantastische. Jede Rationalisierung greift zu kurz, die mit dem nordischen Kriminalroman besonders kurz. Es hat etwas ungewollt Zynisches und Verharmlosendes, die Schauerm&auml;rchen und Schockeffekte eines Mankell oder Larsson&nbsp;mit den Taten Breiviks zu vergleichen.</div> <div>&nbsp;</div> <div><strong>Das einzige, was die (Kriminal-)literatur mit dem Massaker verbindet,</strong> ist Breiviks Versuch, sich als Literat aufzuf&uuml;hren. Sein 1500-Seiten-Manifest beginnt mit Hinweisen auf Ver&ouml;ffentlichungsm&ouml;glichkeiten und Abdruckrechte, erkl&auml;rt etwa, wie man Worddokumente in pdfs umwandelt. Hier produziert sich ein eitler Autor, der &uuml;ber hunderte Seiten seine Arbeit am literarischen Werk autobiographisch glorifiziert. Und nach der ideologischen und verbalen Aufplusterung dann zur Tat schritt.</div> Vor dem 22. Juli h&auml;tte man jeden Plot, der Breiviks Tat &auml;hnelt, als Erfindung eines Spinners abgetan. Jetzt zeigt sich: die Phantasien der Kriminalschriftsteller, auch der nordischen, waren zu unbedarft. Nein, stimmt nicht: Sie besitzen zu viel Empathie. </p> no Tobias Gohlis Petros Markaris und die Griechenlandkrise http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=108253&blogName=Krimitagebuch Tue, 12 Jul 2011 10:56:58 +0200 Petros Markaris und die Griechenlandkrise<br \><p>Er sammelt die Stimmen seiner Landsleute. <strong>Petros Markaris</strong> hat in seinem neuen, siebten Roman mit Kommissar Kostas Charitos eine wahre Klagewand errichtet: Rentenk&uuml;rzungen, Arbeitszeitverl&auml;ngerungen, die Griechen &auml;chzen unter dem Diktat der Troika IWF, EZB und EU. Nur einer wehrt sich: Er enthauptet Banker und andere Finanzhaie per Schwerthieb und fordert die Athener in Plakaten auf, ihre Schulden nicht l&auml;nger zu bezahlen.</p> <p>Meine Meinung &uuml;ber <strong>Faule Kredite</strong>, im Abendjournal des SWR 2 im Gespr&auml;ch mit Anja H&ouml;fer am 11.Juli versendet: ein bisschen blutleer.</p> Tobias Gohlis fiction Petros Markaris und die Griechenlandkrise<br \><p>Er sammelt die Stimmen seiner Landsleute. <strong>Petros Markaris</strong> hat in seinem neuen, siebten Roman mit Kommissar Kostas Charitos eine wahre Klagewand errichtet: Rentenk&uuml;rzungen, Arbeitszeitverl&auml;ngerungen, die Griechen &auml;chzen unter dem Diktat der Troika IWF, EZB und EU. Nur einer wehrt sich: Er enthauptet Banker und andere Finanzhaie per Schwerthieb und fordert die Athener in Plakaten auf, ihre Schulden nicht l&auml;nger zu bezahlen.</p> <p>Meine Meinung &uuml;ber <strong>Faule Kredite</strong>, im Abendjournal des SWR 2 im Gespr&auml;ch mit Anja H&ouml;fer am 11.Juli versendet: ein bisschen blutleer.</p> no Tobias Gohlis Vergiss Allmen! http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=108184&blogName=Krimitagebuch Thu, 30 Jun 2011 17:47:03 +0200 Vergiss Allmen!<br \><p>Der erste Allmen hat mir wenig gefallen, der zweite ist langweilig. der Schweizer Autor Martin Suter wurde zwar 2007 - Fehlentscheidung - vom Syndikat mit einem Glauser ausgezeichnet. Aber macht ihn das zum guten Krimiautor? Genauso wenig wie der Deutsche Krimipreis, den er 2003 erhielt. <br /> Mein Fazit in einem gespr&auml;ch mit dem Journal im SWR2: Suter versucht zu testen, ob das Publikum auf die ausgelutschte Figur eines blasierten Gentleman-Aufschneider-Detektivs hereinf&auml;llt. Die Langfassung gibt's hier.</p> Tobias Gohlis fiction Vergiss Allmen!<br \><p>Der erste Allmen hat mir wenig gefallen, der zweite ist langweilig. der Schweizer Autor Martin Suter wurde zwar 2007 - Fehlentscheidung - vom Syndikat mit einem Glauser ausgezeichnet. Aber macht ihn das zum guten Krimiautor? Genauso wenig wie der Deutsche Krimipreis, den er 2003 erhielt. <br /> Mein Fazit in einem gespr&auml;ch mit dem Journal im SWR2: Suter versucht zu testen, ob das Publikum auf die ausgelutschte Figur eines blasierten Gentleman-Aufschneider-Detektivs hereinf&auml;llt. Die Langfassung gibt's hier.</p> no Tobias Gohlis Das längste, schönste Interview aller Zeiten http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=108157&blogName=Krimitagebuch Mon, 27 Jun 2011 13:14:11 +0200 Das längste, schönste Interview aller Zeiten<br \><p>&nbsp;</p> <div>KrimiZEIT-Bestenliste Nr. 75 war f&uuml;r das CULTurMAG Anlass, mit Thomas W&ouml;rtche und mir ein <a href="http://culturmag.de/crimemag/culturmag-gesprach-zur-75-ausgaben-der-krimizeit-bestenliste/"><strong>Interview</strong></a> &uuml;ber Wesen, Geschichte und Anspruch der Krimi-Bestenliste zu f&uuml;hren. Herausgekommen ist unter freundlicher Hebammenleistung des gesch&auml;tzten Herausgebers Jan Karsten ein Gespr&auml;ch dessen Textfassung beinahe die Grenzen des unendlichen WWW sprengt.</div> <div>Mein Lieblingssatz von Thomas W&ouml;rtche: &bdquo;Nur weil &sbquo;Krimi&rsquo; auf beiden B&uuml;chern steht, sind ein durchschnittlicher amerikanischer Fabrik-Schlocker &ndash; Patterson etc. &ndash; und ein Roman von Friedrich Ani auch ohne gro&szlig;en Kriterienkatalog qualitativ ziemlich evident unterscheidbar &hellip;&ldquo; So was machen wir t&auml;glich mit links.</div> <div>Mein Lieblingssatz von mir: &bdquo;Ich denke, es gibt in der Jury geradezu eine unausgesprochene Sehnsucht nach dem 'vielversprechenden deutschen Talent'.&quot;</div> <p>&nbsp;</p> Tobias Gohlis diary Das längste, schönste Interview aller Zeiten<br \><p>&nbsp;</p> <div>KrimiZEIT-Bestenliste Nr. 75 war f&uuml;r das CULTurMAG Anlass, mit Thomas W&ouml;rtche und mir ein <a href="http://culturmag.de/crimemag/culturmag-gesprach-zur-75-ausgaben-der-krimizeit-bestenliste/"><strong>Interview</strong></a> &uuml;ber Wesen, Geschichte und Anspruch der Krimi-Bestenliste zu f&uuml;hren. Herausgekommen ist unter freundlicher Hebammenleistung des gesch&auml;tzten Herausgebers Jan Karsten ein Gespr&auml;ch dessen Textfassung beinahe die Grenzen des unendlichen WWW sprengt.</div> <div>Mein Lieblingssatz von Thomas W&ouml;rtche: &bdquo;Nur weil &sbquo;Krimi&rsquo; auf beiden B&uuml;chern steht, sind ein durchschnittlicher amerikanischer Fabrik-Schlocker &ndash; Patterson etc. &ndash; und ein Roman von Friedrich Ani auch ohne gro&szlig;en Kriterienkatalog qualitativ ziemlich evident unterscheidbar &hellip;&ldquo; So was machen wir t&auml;glich mit links.</div> <div>Mein Lieblingssatz von mir: &bdquo;Ich denke, es gibt in der Jury geradezu eine unausgesprochene Sehnsucht nach dem 'vielversprechenden deutschen Talent'.&quot;</div> <p>&nbsp;</p> no Tobias Gohlis Halali! Ammer kannibalisiert Klüpfl und Kobr http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=108072&blogName=Krimitagebuch Fri, 17 Jun 2011 13:09:44 +0200 Halali! Ammer kannibalisiert Klüpfl und Kobr<br \><p>Andy Ammers <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/1479205/">Krimikolumne</a> im Deutschlandfunk: ein stetes, ach, allzu seltenes Vergn&uuml;gen. <br /> Darin ein herrlicher Wutanfall gegen den sechsten Bl&ouml;dsinns-Fall des &quot;erfolgreichsten deutschen Autorenduos&quot; Kl&uuml;pfl und Kober.&nbsp;</p> <p>Ammer bei&szlig;t gut. Dazu Walter Benjamin: &quot;Echte Polemik nimmt sich ein Buch so liebevoll vor, wie ein Kannibale sich einen S&auml;ugling zur&uuml;stet.&quot; (&quot;Die Technik des Kritikers in13 Thesen&quot;. Wieder ver&ouml;ffentlicht mit einer Sammlung von Reaktionen von lebenden Literaturkritikern in der &quot;Neuen Rundschau&quot; 1/11: &quot;Thesen zur Literaturkritik&quot;).</p> <p>&nbsp;</p> Tobias Gohlis clinch Halali! Ammer kannibalisiert Klüpfl und Kobr<br \><p>Andy Ammers <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/1479205/">Krimikolumne</a> im Deutschlandfunk: ein stetes, ach, allzu seltenes Vergn&uuml;gen. <br /> Darin ein herrlicher Wutanfall gegen den sechsten Bl&ouml;dsinns-Fall des &quot;erfolgreichsten deutschen Autorenduos&quot; Kl&uuml;pfl und Kober.&nbsp;</p> <p>Ammer bei&szlig;t gut. Dazu Walter Benjamin: &quot;Echte Polemik nimmt sich ein Buch so liebevoll vor, wie ein Kannibale sich einen S&auml;ugling zur&uuml;stet.&quot; (&quot;Die Technik des Kritikers in13 Thesen&quot;. Wieder ver&ouml;ffentlicht mit einer Sammlung von Reaktionen von lebenden Literaturkritikern in der &quot;Neuen Rundschau&quot; 1/11: &quot;Thesen zur Literaturkritik&quot;).</p> <p>&nbsp;</p> no Tobias Gohlis Sind beste Krimis gute Bücher? http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=107995&blogName=Krimitagebuch Wed, 8 Jun 2011 19:05:07 +0200 Sind beste Krimis gute Bücher?<br \><p>Ein Leser der ZEIT fand es neulich &quot;erstaunlich, um nicht zu sagen: unglaublich, dass Monat f&uuml;r Monat 10 'beste' Krimis vorgestellt werden k&ouml;nnen, jedenfalls dann, wenn man voraussetzt, dass diese besten zumindest gut sind. Mein Verdacht, dass letzteres nicht auf jedes der angepriesenen Werke zutreffen d&uuml;rfte, wurde durch das hymnische Lob, das in der ZEIT allen 10 Werken zugedacht wurde, eher verst&auml;rkt als zerstreut.&quot;</p> <p>Logisch hat der Mann recht: Zehn beste m&uuml;ssen nicht zehn Gute sein. Das sich daraus ein &quot;Verdacht&quot; ergibt, ist dann leicht nachzuvollziehen, wenn man sowieso daran zweifelt, dass Krimis gute B&uuml;cher sein k&ouml;nnen. Der Leserbriefautor bezog sich aber auf die Liste vom Juni. Und da ist jedes Lob zutreffend. Zehn beste Krimis k&ouml;nnen logisch auch zehn gute sein, und in diesem Fall ist es so. <br /> Gegenbeweise werden gerne genommen, in argumentativer Form. Ein Anfangsverdacht reicht auch hier nicht aus.</p> Tobias Gohlis clinch Sind beste Krimis gute Bücher?<br \><p>Ein Leser der ZEIT fand es neulich &quot;erstaunlich, um nicht zu sagen: unglaublich, dass Monat f&uuml;r Monat 10 'beste' Krimis vorgestellt werden k&ouml;nnen, jedenfalls dann, wenn man voraussetzt, dass diese besten zumindest gut sind. Mein Verdacht, dass letzteres nicht auf jedes der angepriesenen Werke zutreffen d&uuml;rfte, wurde durch das hymnische Lob, das in der ZEIT allen 10 Werken zugedacht wurde, eher verst&auml;rkt als zerstreut.&quot;</p> <p>Logisch hat der Mann recht: Zehn beste m&uuml;ssen nicht zehn Gute sein. Das sich daraus ein &quot;Verdacht&quot; ergibt, ist dann leicht nachzuvollziehen, wenn man sowieso daran zweifelt, dass Krimis gute B&uuml;cher sein k&ouml;nnen. Der Leserbriefautor bezog sich aber auf die Liste vom Juni. Und da ist jedes Lob zutreffend. Zehn beste Krimis k&ouml;nnen logisch auch zehn gute sein, und in diesem Fall ist es so. <br /> Gegenbeweise werden gerne genommen, in argumentativer Form. Ein Anfangsverdacht reicht auch hier nicht aus.</p> no Tobias Gohlis KrimiZEIT Juni: Nr.75 ist die tollste! http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=107947&blogName=Krimitagebuch Fri, 3 Jun 2011 14:19:39 +0200 KrimiZEIT Juni: Nr.75 ist die tollste!<br \><p>&nbsp;</p> <div>Christian von Zittwitz, professioneller <a href="http://buchmarkt.de/"><strong>Buchmarkt</strong></a>-Beobachter, immer auf der Suche nach Bemerkenswertem, fragte mich vor kurzem: Habt Ihr keinen einen runden Geburtstag oder &Auml;hnliches, &uuml;ber das man berichten k&ouml;nnte? Ich klemmte mich hinter die Exceltabellen und fand heraus: Die JUNI-Ausgabe der KrimiZEIT-Bestenliste ist die Nummer 75! Deshalb auch das <a href="http://www.buchmarkt.de/content/47216-tobias-gohlis-kennen-sie-metzelkrimis-die-sie-literarisch-ueberzeugen.htm"><strong>Interview</strong></a>, das Stefan Lemster mit mir f&uuml;r seine Kolumne Freitags um F&uuml;nf gef&uuml;hrt hat.</div> <div>In den mehr als sechs Jahren seit dem Start der Krimi-Bestenliste im April 2005 hat die Jury bis heute insgesamt 391 Kriminalromane vorgestellt, die sie f&uuml;r besonders interessant, spannend oder literarisch ausgefallen hielt. Diese Auswahl wurde aus einer Zahl von rund 2000 vorgeschlagenen Titeln getroffen.</div> <div>Und die Liste dieses Monats Juni ist wohl eine der besten, die wir je hatten: Von 1 bis 10 einfach sehr gute Kriminalliteratur. <a href="http://www.arte.tv/de/858566.html "><strong>Reinschauen</strong></a>.</div> <p>&nbsp;</p> Tobias Gohlis diary KrimiZEIT Juni: Nr.75 ist die tollste!<br \><p>&nbsp;</p> <div>Christian von Zittwitz, professioneller <a href="http://buchmarkt.de/"><strong>Buchmarkt</strong></a>-Beobachter, immer auf der Suche nach Bemerkenswertem, fragte mich vor kurzem: Habt Ihr keinen einen runden Geburtstag oder &Auml;hnliches, &uuml;ber das man berichten k&ouml;nnte? Ich klemmte mich hinter die Exceltabellen und fand heraus: Die JUNI-Ausgabe der KrimiZEIT-Bestenliste ist die Nummer 75! Deshalb auch das <a href="http://www.buchmarkt.de/content/47216-tobias-gohlis-kennen-sie-metzelkrimis-die-sie-literarisch-ueberzeugen.htm"><strong>Interview</strong></a>, das Stefan Lemster mit mir f&uuml;r seine Kolumne Freitags um F&uuml;nf gef&uuml;hrt hat.</div> <div>In den mehr als sechs Jahren seit dem Start der Krimi-Bestenliste im April 2005 hat die Jury bis heute insgesamt 391 Kriminalromane vorgestellt, die sie f&uuml;r besonders interessant, spannend oder literarisch ausgefallen hielt. Diese Auswahl wurde aus einer Zahl von rund 2000 vorgeschlagenen Titeln getroffen.</div> <div>Und die Liste dieses Monats Juni ist wohl eine der besten, die wir je hatten: Von 1 bis 10 einfach sehr gute Kriminalliteratur. <a href="http://www.arte.tv/de/858566.html "><strong>Reinschauen</strong></a>.</div> <p>&nbsp;</p> no Tobias Gohlis Colin Cotterill ? nicht nur Scherze über Hoden und Laoten http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=107894&blogName=Krimitagebuch Sun, 29 May 2011 19:43:22 +0200 Colin Cotterill ? nicht nur Scherze über Hoden und Laoten<br \><p>&nbsp;</p> <div>Als 2008 aus dem fernen Laos <i>Dr. Siri und seine Toten</i> her&uuml;berkam, kam mir der Verdacht: Hier beteiligt sich ein weiterer braver Englishman am kommoden Kommunismus-Bashing. Es war das Jahr (auf deutsche Verlagsverh&auml;ltnisse bezogen), in dem Tom Rob Smith in <i>Kind 44</i> die Verbrechen Stalins und Tschikatilos auf den Hollywood-kompatiblen gemeinsamen Nenner Serienmord gebracht hatte.</div> <div>Dr. Siri, einziger und damit Chef-Leichenbeschauer von Laos, kam im Erstling des 1975 aus dem United Kingdom abgehauenen und seitdem auf never ending tour befindlichen <a href="http://www.colincotterill.com/cv.htm"><b>Colin Cotterill</b></a> als netter, lustiger Kauz daher, dem&nbsp;selbstverst&auml;ndlich das primitive, b&uuml;rokratische Regime, das die Pathet Lao 1975 errichtet hatte, &uuml;berhaupt nicht passte.&nbsp; </div> <div>Colin Cotterill ist ein lustiger Vogel und ein ernsthafter Mensch. Dass er im Kampf gegen Kindesmissbrauch Handb&uuml;cher f&uuml;r <a href="http://www.ecpat.net/EI/index.asp"><strong>ECPAT</strong></a> geschrieben hat, ging im Jubel &uuml;ber die neue exotische Stimme aus Thailand unter, wo er Ende der achtziger Jahre und wieder seit 1999 lebt.</div> <div>Am 26. Mai war Colin Cotterill im Speicherstadtmuseum, um in dieser altehrw&uuml;rdigen Institution hamburgischer Krimikultur seinen vierten Dr. Siri-Roman vorzustellen: <a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=337068fiction"><b>Briefe an einen Blinden</b></a>. Am vierten Tag seiner Deutschlandreise war er sichtlich aufgekratzt und von der Moderatorin Ulrike Sarkany kaum zur artigen Beantwortung der gestellten Fragen zu bewegen. Die Stimmung war gut und wurde besser, als Matthias Habich, den man eher aus schweren Charakterrollen (Victor Klemperer) kennt, die ersten beiden Kapitel las, nein, vorspielte. Er hatte den Text inzwischen so gut drauf, dass er freih&auml;ndig gestikulieren, wedeln, charmieren konnte. Das Publikum dankte mit Gel&auml;chter. Zum Gl&uuml;ck ist das Buch nicht so lustig, wie es beginnt. Da konnte Habich gen&uuml;sslich einen im Ehekrieg abgetrennten Hoden zwischen Zeigefinger und Daumen rollen und den laotischen Verkehrsverh&auml;ltnissen anno 1977 &ndash; ein LKW pro Viertelstunde &ndash; einen Scherz abgewinnen. Dr. Siri und sein alter Freund Civilai werden in den Versuch eines Umsturzes zur Wiederherstellung der Monarchie verwickelt, der sich als keineswegs so lustig entpuppt, wie der Beginn den Anschein hatte. Colin Cotterill, der so tut, als verst&uuml;nde er nicht, warum seine B&uuml;cher immer wieder bei Humorwettbewerben nominiert werden, versicherte mir, sein letzter, siebter Roman mit Dr. Siri gehe richtig ans Eingemachte der indochinesischen Gewaltgeschichte. Sein Titel <b><a href="http://www.sohocrime.com/new-books/love-songs-from-a-shallow-grave/ ">Love Songs from a Shallow Grave</a> </b>l&auml;sst nicht erahnen, dass Dr. Siri darin in die H&auml;nde der Roten Khmer f&auml;llt.</div> <div>Bis dahin empfehle ich: Die <b>Briefe an einen Blinden</b>, auch wenn es da immer weniger zu lachen gibt.</div> <div>Colin Cotterrill am 26. Mai 2011 in Hamburg:</div> <div>&nbsp;</div> <p>&nbsp;</p> Tobias Gohlis fiction Colin Cotterill ? nicht nur Scherze über Hoden und Laoten<br \><p>&nbsp;</p> <div>Als 2008 aus dem fernen Laos <i>Dr. Siri und seine Toten</i> her&uuml;berkam, kam mir der Verdacht: Hier beteiligt sich ein weiterer braver Englishman am kommoden Kommunismus-Bashing. Es war das Jahr (auf deutsche Verlagsverh&auml;ltnisse bezogen), in dem Tom Rob Smith in <i>Kind 44</i> die Verbrechen Stalins und Tschikatilos auf den Hollywood-kompatiblen gemeinsamen Nenner Serienmord gebracht hatte.</div> <div>Dr. Siri, einziger und damit Chef-Leichenbeschauer von Laos, kam im Erstling des 1975 aus dem United Kingdom abgehauenen und seitdem auf never ending tour befindlichen <a href="http://www.colincotterill.com/cv.htm"><b>Colin Cotterill</b></a> als netter, lustiger Kauz daher, dem&nbsp;selbstverst&auml;ndlich das primitive, b&uuml;rokratische Regime, das die Pathet Lao 1975 errichtet hatte, &uuml;berhaupt nicht passte.&nbsp; </div> <div>Colin Cotterill ist ein lustiger Vogel und ein ernsthafter Mensch. Dass er im Kampf gegen Kindesmissbrauch Handb&uuml;cher f&uuml;r <a href="http://www.ecpat.net/EI/index.asp"><strong>ECPAT</strong></a> geschrieben hat, ging im Jubel &uuml;ber die neue exotische Stimme aus Thailand unter, wo er Ende der achtziger Jahre und wieder seit 1999 lebt.</div> <div>Am 26. Mai war Colin Cotterill im Speicherstadtmuseum, um in dieser altehrw&uuml;rdigen Institution hamburgischer Krimikultur seinen vierten Dr. Siri-Roman vorzustellen: <a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=337068fiction"><b>Briefe an einen Blinden</b></a>. Am vierten Tag seiner Deutschlandreise war er sichtlich aufgekratzt und von der Moderatorin Ulrike Sarkany kaum zur artigen Beantwortung der gestellten Fragen zu bewegen. Die Stimmung war gut und wurde besser, als Matthias Habich, den man eher aus schweren Charakterrollen (Victor Klemperer) kennt, die ersten beiden Kapitel las, nein, vorspielte. Er hatte den Text inzwischen so gut drauf, dass er freih&auml;ndig gestikulieren, wedeln, charmieren konnte. Das Publikum dankte mit Gel&auml;chter. Zum Gl&uuml;ck ist das Buch nicht so lustig, wie es beginnt. Da konnte Habich gen&uuml;sslich einen im Ehekrieg abgetrennten Hoden zwischen Zeigefinger und Daumen rollen und den laotischen Verkehrsverh&auml;ltnissen anno 1977 &ndash; ein LKW pro Viertelstunde &ndash; einen Scherz abgewinnen. Dr. Siri und sein alter Freund Civilai werden in den Versuch eines Umsturzes zur Wiederherstellung der Monarchie verwickelt, der sich als keineswegs so lustig entpuppt, wie der Beginn den Anschein hatte. Colin Cotterill, der so tut, als verst&uuml;nde er nicht, warum seine B&uuml;cher immer wieder bei Humorwettbewerben nominiert werden, versicherte mir, sein letzter, siebter Roman mit Dr. Siri gehe richtig ans Eingemachte der indochinesischen Gewaltgeschichte. Sein Titel <b><a href="http://www.sohocrime.com/new-books/love-songs-from-a-shallow-grave/ ">Love Songs from a Shallow Grave</a> </b>l&auml;sst nicht erahnen, dass Dr. Siri darin in die H&auml;nde der Roten Khmer f&auml;llt.</div> <div>Bis dahin empfehle ich: Die <b>Briefe an einen Blinden</b>, auch wenn es da immer weniger zu lachen gibt.</div> <div>Colin Cotterrill am 26. Mai 2011 in Hamburg:</div> <div>&nbsp;</div> <p>&nbsp;</p> no Tobias Gohlis Wikipedia http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=107669&blogName=Krimitagebuch Fri, 6 May 2011 18:21:28 +0200 Wikipedia<br \><p>Seit 2. Mai gibt es einen Eintrag zur KrimiZEIT-Bestenliste in der <strong>Wikipedia</strong>. Kleinigkeiten sind noch zu korrigieren, aber insgesamt ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/KrimiZEIT-Bestenliste"><strong>Sache</strong></a> rund. </p> Tobias Gohlis fiction Wikipedia<br \><p>Seit 2. Mai gibt es einen Eintrag zur KrimiZEIT-Bestenliste in der <strong>Wikipedia</strong>. Kleinigkeiten sind noch zu korrigieren, aber insgesamt ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/KrimiZEIT-Bestenliste"><strong>Sache</strong></a> rund. </p> no Tobias Gohlis Alligator auf kürzeren Beinen http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=107632&blogName=Krimitagebuch Mon, 2 May 2011 19:19:00 +0200 Alligator auf kürzeren Beinen<br \><p>Zum 1. Mai kam die f&uuml;r Fans des Genres betr&uuml;bliche Meldung: Aus privaten Gr&uuml;nden stellt <strong>Alfred Miersch</strong>, f&uuml;r seine Verdienste um die Kriminalliteratur ausgezeichnet mit dem Ehren-Glauser, die t&auml;glichen Nachrichten zur Krimi-Lage der Nation ein. Das war wie das Fr&uuml;hst&uuml;ck der Rama-Familie. Vor Arbeitsbeginn rasch der Blick in die <strong>Alligatorpapiere</strong>, dann ein Br&ouml;tchen geschmiert und los.</p> <p>Wie mir Alfred Miersch erz&auml;hlte, will er seine Dienste am Kriminellen nicht g&auml;nzlich einstellen. Thomas Przybilka wird auf <a href="http://www.alligatorpapiere.de/aktuell.html"><strong>www.alligatorpapiere.de</strong></a> weiter seine wertvollen Tipps zur Sekund&auml;rliteratur ver&ouml;ffentlichen. Das Archiv und die Site bleiben erhalten. Und Miersch wird im angegliederten NordPark-Verlag immer mal wieder ein gedrucktes Alligatorpapier-Magazin mit Texten und Kommentaren zur Kriminalliteratur ver&ouml;ffentlichen. Hier gibt es den &Uuml;berblick zum empfehlenswerten <a href="http://www.nordpark-verlag.de/alligatorpapiere-print-nummer-zwei.html"><strong>Magazin #2</strong></a>.</p> <p>Aber schade ist es doch!</p> <p>&nbsp;</p> Tobias Gohlis diary Alligator auf kürzeren Beinen<br \><p>Zum 1. Mai kam die f&uuml;r Fans des Genres betr&uuml;bliche Meldung: Aus privaten Gr&uuml;nden stellt <strong>Alfred Miersch</strong>, f&uuml;r seine Verdienste um die Kriminalliteratur ausgezeichnet mit dem Ehren-Glauser, die t&auml;glichen Nachrichten zur Krimi-Lage der Nation ein. Das war wie das Fr&uuml;hst&uuml;ck der Rama-Familie. Vor Arbeitsbeginn rasch der Blick in die <strong>Alligatorpapiere</strong>, dann ein Br&ouml;tchen geschmiert und los.</p> <p>Wie mir Alfred Miersch erz&auml;hlte, will er seine Dienste am Kriminellen nicht g&auml;nzlich einstellen. Thomas Przybilka wird auf <a href="http://www.alligatorpapiere.de/aktuell.html"><strong>www.alligatorpapiere.de</strong></a> weiter seine wertvollen Tipps zur Sekund&auml;rliteratur ver&ouml;ffentlichen. Das Archiv und die Site bleiben erhalten. Und Miersch wird im angegliederten NordPark-Verlag immer mal wieder ein gedrucktes Alligatorpapier-Magazin mit Texten und Kommentaren zur Kriminalliteratur ver&ouml;ffentlichen. Hier gibt es den &Uuml;berblick zum empfehlenswerten <a href="http://www.nordpark-verlag.de/alligatorpapiere-print-nummer-zwei.html"><strong>Magazin #2</strong></a>.</p> <p>Aber schade ist es doch!</p> <p>&nbsp;</p> no Tobias Gohlis Reginald Hill: Fidlers Dreier http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=107539&blogName=Krimitagebuch Mon, 25 Apr 2011 19:21:42 +0200 Reginald Hill: Fidlers Dreier<br \><p><a href="http://www.kaliber38.de/autoren/hill/hill.htm"><strong>Reginald Hill</strong></a> ist einer der intelligentesten und vielseitigsten Krimiautoren der Welt. Der 1936 geborene Autor bestimmt seit Jahren mit seinen witzigen, literarisch vielfach anspielungsreichen, hintergr&uuml;ndigen Romanen das Bild de britischen Kriminallieteratur. In seinem j&uuml;ngsten Dalziel-Pascoe-Roman <strong>Der Tod und der Dicke</strong> hat er einen gl&auml;nzenden Vorschlag f&uuml;r eine Talkshow entworfen. Auch wenn sie doch der britischen TV-Realit&auml;t entnommen sein sollte, sei &quot;Fidlers Dreier&quot; den &ouml;ffentlich-rechtlichen Schnarchnasen herzlich empfohlen. Hills Regeln f&uuml;r das Spektakel:</p> <p><span style="font-size:10.0pt;Times New Roman&quot;;Times New Roman&quot;;">&quot;Erstens: Politiker, Journalisten oder Pers&ouml;nlichkeiten der ersten Reihe waren auf dem Podium nicht zugelassen. Zweitens: Zu Beginn jeder Sendung wurde eine Liste mit klischeehaften Redewedungen eingeblendet, angefangen bei den alten Favoriten <i>auf gleicher Augenh&ouml;he</i>, <i>die wietere Entwicklung abwarten</i>, <i>soziale Gerechtigkeit</i> etc., zu denen dann neuere Ausdr&uuml;cke hinzuka- men. Die G&auml;ste nahmen es auf sich, jedes Mal eine Spende von f&uuml;nfzig Pfund an eine von Fidler ausgew&auml;hlte Wohlt&auml;tigkeitsorganisation zu zahlen, wenn sie einen dieser Ausdr&uuml;cke gebrauchten; jeder Versprecher wurde mit einer aufgezeichneten Stimme begleitet, die &raquo;Zur Ordnung! Zur Ordnung!&laquo; rief, unterlegt mit einer Kakophonie von Tierlauten, das Signal f&uuml;r das Publikum, den Misset&auml;ter mit einem Sperrfeuer aus bunten Pingpongb&auml;llen zu belegen.</span>&quot;</p> <p>Nat&uuml;rlich kostet Hill den Reiz dieser Versuchsanordnung nicht aus, sondern verwandelt die Show in die Luftnummer eines Massakers. Ganz wie es sich f&uuml;r einen Mann mit Gechmack und Verstand geh&ouml;rt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> Tobias Gohlis fiction Reginald Hill: Fidlers Dreier<br \><p><a href="http://www.kaliber38.de/autoren/hill/hill.htm"><strong>Reginald Hill</strong></a> ist einer der intelligentesten und vielseitigsten Krimiautoren der Welt. Der 1936 geborene Autor bestimmt seit Jahren mit seinen witzigen, literarisch vielfach anspielungsreichen, hintergr&uuml;ndigen Romanen das Bild de britischen Kriminallieteratur. In seinem j&uuml;ngsten Dalziel-Pascoe-Roman <strong>Der Tod und der Dicke</strong> hat er einen gl&auml;nzenden Vorschlag f&uuml;r eine Talkshow entworfen. Auch wenn sie doch der britischen TV-Realit&auml;t entnommen sein sollte, sei &quot;Fidlers Dreier&quot; den &ouml;ffentlich-rechtlichen Schnarchnasen herzlich empfohlen. Hills Regeln f&uuml;r das Spektakel:</p> <p><span style="font-size:10.0pt;Times New Roman&quot;;Times New Roman&quot;;">&quot;Erstens: Politiker, Journalisten oder Pers&ouml;nlichkeiten der ersten Reihe waren auf dem Podium nicht zugelassen. Zweitens: Zu Beginn jeder Sendung wurde eine Liste mit klischeehaften Redewedungen eingeblendet, angefangen bei den alten Favoriten <i>auf gleicher Augenh&ouml;he</i>, <i>die wietere Entwicklung abwarten</i>, <i>soziale Gerechtigkeit</i> etc., zu denen dann neuere Ausdr&uuml;cke hinzuka- men. Die G&auml;ste nahmen es auf sich, jedes Mal eine Spende von f&uuml;nfzig Pfund an eine von Fidler ausgew&auml;hlte Wohlt&auml;tigkeitsorganisation zu zahlen, wenn sie einen dieser Ausdr&uuml;cke gebrauchten; jeder Versprecher wurde mit einer aufgezeichneten Stimme begleitet, die &raquo;Zur Ordnung! Zur Ordnung!&laquo; rief, unterlegt mit einer Kakophonie von Tierlauten, das Signal f&uuml;r das Publikum, den Misset&auml;ter mit einem Sperrfeuer aus bunten Pingpongb&auml;llen zu belegen.</span>&quot;</p> <p>Nat&uuml;rlich kostet Hill den Reiz dieser Versuchsanordnung nicht aus, sondern verwandelt die Show in die Luftnummer eines Massakers. Ganz wie es sich f&uuml;r einen Mann mit Gechmack und Verstand geh&ouml;rt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> no Tobias Gohlis KrimiZeit April: Kitty, die Bystander und die NYT http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=107368&blogName=Krimitagebuch Fri, 8 Apr 2011 16:39:22 +0200 KrimiZeit April: Kitty, die Bystander und die NYT<br \><p> <div>W&auml;hrend der Nordwest ums Haus tobt, dass die Elstern trudeln, freue ich mich &uuml;ber KrimiZEIT die zweite.</div> <div>F&uuml;r die, die verlinken wollen, gibt&rsquo;s das schwarze Logo</div> <div><img alt="" src="data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAAKAAAAA+CAIAAAAjwYdJAAAgAElEQVR4nO18eVhT19b3PgmZ5wQIBBCIiqloQJExhllwQC1RWgWv84TSAooUsKlV0ba2DqUWC2Jb0T4tTldbO3i11uKEgqJCnaljubR1KrfVDprz/bEe97M55yRg3/a5vu/n+uM8J/vsvfZa67fX2nMQekJP6Ak9ElEURVHU/6T4XyjME/qL6f8veP4PaMupwl+rF+b2WJjLtRCPhYj/DWIo7sIOj4WJGL0I9ZAQQjwez9kndsHHliiCXGfoYn4XRdBDUOEnGNBFvTweDzmxJCfPLorHrMMZiuymyoafzeFxI9cWobpMWF82AR8+nw95eDweCS0jG0l8Pp/TgIzqMFuGJJ1ojuVwkcGZMlgOxHL0/wPEMJ+zd84UTkOxMz+SxZxxc5oVCMcHpVKpVCpVKpVAIIBmKJPJ1Gq1Wq0G8Ph8PuTUarUqlUooFAqFQigik8keFd2/rzVwtj+BQAACSyQShUKh6Ug6nU6r1SoUCmjufD7fzc0NPfRItVqt0WjwVzc3N5VK5e7urtVqNRoNPHU6nUKhkMlkIpFIKBRipxQKhTqdTqlUSqVSPp/P5/MFAoFSqdRqtWA0Ho8nEonc3Nzc3NzEYrFQKBSJRBKJRCQSATQgBqSIxWJAx83NDbjhPNyGwLYQiUQTJ06cNGlSXl7e4cOH6+rq6uvr33zzzezs7OzsbLlcjksplcrc3NwJEyZs2rRp3759U6dOzc7OtlqtfytmXSdnfrZy5cqbN29evny5pqZmzZo1drt9PkElJSV2u/211147fPjw4cOHGxsb33//fbCPRqPJz88vKioqLS09fPjwkSNH6urq3njjDbL4iy++WFJSsnr16qampvb29mPHjgmFQqi3e/fuxcXFmZmZ77zzTn19/ZEjR3bv3v3888+//PLLQ4YMoShKr9fv37+/ubm5qalp165dK1euLCgoKCgoKCwsXLVq1caNGzds2PD222/PmzevsLBw3rx5S5cuXbdu3YkTJ06dOrVp0yZ3d/dHsAhCSCaTff/99zRNOxyOiRMnMjLj9hIaGnrmzJlRo0a55sb4xO6N/lpiRyZMGzdupGk6Pz/fZDKBUdgyFBcX0w/pH//4B+oYDIKDg+GTw+EICwtjy+/p6RkXF3fs2LHW1lbEMkVubq7D4aBp+tSpUzKZDKdrtdrLly/fuHFj8uTJ4eHhwcHBvg9p165dUGT//v3e3t6+vr5+fn59+vSxWCzZ2dm3bt26evWqh4fHI4RuhJBGo2lpaQG+EyZMYNuOoqgBAwYcP358xIgRXeJIEEQ/9Gc7IdeEhwKMREj/8MMPV65cyaiapODg4Bs3bgCE1dXVDIYURZnN5rt37zocjl9//TUqKoqslGyyJpOptrYWq4nTZ82aBczr6+uVSiWW0NPTc//+/RaLha3Rpk2boMjOnTvZkSkxMbG+vt7b2xt1bIhMizDeNRrNt99+C+10/PjxpJSganh4eGNjY3p6+iNZn6xCp9MVFRXZbDawwl9IIGFKSsrChQsZTbuiomLQoEHISZPi8XjV1dVgzRs3bnTr1g3LjPOHhIRggCMjI0ml8BMEeP3116VSKdVxYDx79mzgf/ToUbVajavu27fv8uXL8U9SvC1btjgcDofD8dlnnzF0RAiJRKIVK1YEBAQ8mo0wwDRNQ4gmBQXfxej+OUcsKiqiafrevXtPPfXUownnkkBzLy+v1tZWmqZXr15NyjZp0iR3d3cY+8CTLDV8+PDff/8dtJ4/fz7+xAD4l19+oWn67t27DA9GHa00dOhQ3AdjPABgh8NRX1+vUqlwWbPZDN0BQojR4rds2cLpwZCNx+NlZWX5+fl1yTq4DZIAjx8/nh2Zod/9050oRVFjxoxpb28/efKkr6/vn+DgmuRyeW1t7c8//5yfn48IkPComHo4HcCkVCr37dsH1j958iTET2wQHGxDQkLu3bsHTZMBMKCIOyAc1ck8s2fPho4PAwwkEAikUinichIcoj/99FOcSHYKEonEzc2tq0BAPgbAOL1Xr16NjY2jR492Vpwc03MSWVFkZCTEFhfCdcrHmQoGg2HgwIGcHRAiDIRlxr0jTdOjRo0iLUiWxR4MADNiACkzu1JEhGgGwJxCAm3evJkNMGfOR3A2GGSRfTBCyGAw7Ny589lnn2XzpR4u2UAKjn6kmXAGyuV6DWMIhhEleTKMTn5ir+w4szWZ6OPjc+nSJbDjJ598IhAIUEecMEEfTNP0r7/+Gh0dTWpHUVRgYKBIJHLRBDsFmE3OAP4fkVqtxqNo6Bu8vLzWrl2bkpLCmZ+xfkb6GQMPZ17I4IAeLq6RHDhXa9lVo46uyRCDk1atWgVG/OWXX/r168cpIVBoaCgGmBxkQeb33nvPaDQi5870uAAMIRoAfvbZZxUKxRdffDFy5EjEmoEwiD0/gW4P/0Qdbc25REpRFPgQQgiWyciyOBu58MLOAC9isRhX5Ayz/v37Q9Slafr1119HxEiYTdiD7969GxERwRCgvLw8MDCQbQdMjxHAEKJpms7Ly/v4448dDsf69evhK9tMOEwhhMxmc3Fx8erVq6urq7du3dqvX7/g4OAZM2aUlpYWFRUhhHx9fe12e3l5+caNG9977z0vLy+EkLu7e0lJyfLly6urqzdv3gyT/dLS0h07dtTX12/btm3y5MlQV48ePfLy8jZu3Hj06NFNmzZNnjwZR1TIMGbMmGXLlq1fv37btm3kSgVj1APE4/F27twJml69ehVPKJ25IBmiR4wY4e3t7ePj4+3t7e3tbTAYPvzwQzy54sT4cQFYq9XiefDNmzfhxeFwlJSUsDOTLsjj8SQSicFgePPNNyEAlJaWjh8/3mKx/PDDDzRNjx07ViAQ+Pr6fv755zRN//vf/4Yhvpubm8FgWLZsGdRVVlb23HPPBQcH+/n5FRYWgobl5eWxsbEvvPBCeHh4QEDAzJkzf/vtN5qmq6ur5XI5DtQ6nS4jIwMEttvtIBiJGQne6NGjoUaapqdNm4Y6C+aw0EHT9P3797dv315ZWVlZWVlVVbVu3bq1a9eeOXPGw8MDPeYhmqIojUaDBx3vvPPO2bNn4f3evXtpaWmIAJX9BMrNzaVp+rffftu6dSuPx0tOTgYOc+fOhQzvv/8+TdMXLlzw8fHB9ebl5QEw4OuYli9fDhgsWbIETy4RYS/G0C8qKuo///kPTdMvvPACKRWONOBeKpXqm2++Ac61tbUwPnJtHOzB9+7d69u3L+rYKeAQ/VgDjBDS6XQ4RA8fPjw+Pv7XX3+Fn9euXTOZTM50wEjn5+eD4Z555hmKoqRS6fLly9esWePn5wd5qqurHQ5HS0sLBhghVFBQ4HA47t+/Hx0dTfIfOXLk/fv3HQ5HdnY2WV3Pnj1hVvrWW2+R6dHR0RhgTgmBcGy4e/duQkJCp+gihBjzYDL4I4SqqqpgkOWMHguAqY4LHbAW/dJLL+FQVltbC8tsjGhGvufn54MHx8TEcFaxfv16mqYvXrxIAjx37lyapv/444+4uDiSYUpKCkTjmTNnktHC39//xx9/pGm6oqKCrD0mJobtwQxpu3fv3tbWBhrBrhGpRad98N27d2GaRGYuLS3FLZiTHguAEWuhg6IoiUSCa6KJJUBGrMY0Z84cmqZ//PHH3r17I67JKwAMIRonAsC///47AIxpyJAhsIiIPRiKBAQEwN5AeXk5ydxisXB6MEVMwd99913Q5ccff4SY1BXC0yRyJYsxH2NYg3wnNxv+y4MsHKLxbpJOp2tubsYYT5kyBSvA1go8+LvvvuvVqxdieQ96CDCnB9+/fx9vLUOpwYMHgwcDwJgVCTCnBzP6clw2KSnpt99+A/d98cUXkXOXZRAO0XgtmnpIyLn34xiek5PDuVTpgv4uD8aDLHKpMiwsDAbVNE3fvn07Pj6e0VSxJgBwa2trUFAQZxWuAR44cCCZOTU1leHBQAEBATdv3nQ4HO+88w6ZjgEuLCxkm1ssFu/duxe0aGpq0mg0qKNz41VlUjV4IadJkZGRnIgyEknOztaiXdDf2wc7HA7wYAzetGnTHjx4AFKeOXMGuhySgAkGuGfPnpy1wCiaDTAMssCDsTwkwKQ1AwMDoQ92BjB7kIUQmjlzJk3TDx48ePDgQWZmJh5aY3QxtFarFeTHX0NDQ/FuErsPZpBIJMJ5IBujD+5K2Pjb+2AMMN6yWLlyJXxyOBw7duwgFWAA/N133wUFBXGq0cUQDemuPZim6TVr1pC1REdH//zzzw6Ho7i4mFGvj4/P+fPnQf6PP/4YexvVcYUcMC4tLU1NTUUE6jhEMzb8OV05JCQEb2dBCga4oaGB3PB3QX/7StaECRNIBSiKkkql//rXv3BnvGjRIjYH7MG4D0Yd9ScHWTiRATAmDPCsWbPI9ICAAE4Ptlgs7e3tnB78xhtvgNjt7e3h4eGkbGR8RgiJxeJ9+/YxmhoZotn7wZggJTMzk2GcnJwcqJ3c8Hftx3+vB7PPZIEhjEbjhQsXIMMff/yB1xlID3Y4HGSIJvsk9BDglpYWg8GA0wHgBw8eMHb6UlNT//jjDzwPJgdZsEC2Zs0akjl4MKMPpijKarVC6KZpesWKFahj1GEsLmZnZ9++fRtWvHE21xv+5LtAIDh48OAbb7yBiDbEOLLzXwvRUqm0ra0N+GZlZbGlRwjFxMTg1Y9bt27169eP5ABrCO3t7eDBiNVOoQ++cuWKXq/HiTC5omkaui5s8ZSUFEifPn06ycrHxwdG1xhgoAEDBoBsOETDwOLQoUPA59KlS+7u7pz29fPzM5vNdrudpulffvmF3EunKKp37944dA0YMIDTemq1OjY2tqamhqbppUuXkp9ggc/hcJw4cUIikSAnjYOkvwBgzFcikUydOnXhwoVvvfVWS0vL4cOHz58/v2XLlgULFsyYMQNO8FIUZTKZ7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/></div> <div>neu und verlinkt wird immer noch auf die alte Krimiwelt bei <a href="http://www.arte.tv/krimiwelt">ARTE</a>. Nostalgie? Nein, hier sind die Zusatzinformationen: In What&rsquo;s new gibt&rsquo;s die Einsch&auml;tzung der aktuellen Neuzug&auml;nge. Im A-Z der Autoren Stoff zum Nachschlagen und Rezensionen aus den F&auml;usten der Jury. Neu und sch&ouml;n die KrimiZeit-Seite beim <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/serien/krimizeit/index.html"><strong>NordwestRadio</strong></a>.</div> <div>&nbsp;</div> <div>Sylvia Staude, die als FR-Redakteurin zur Zeit mit einem abbauw&uuml;tigen Verlag zu k&auml;mpfen hat (Pressefreiheit als Macht, Redaktionen zu verlegen), hat in ihrer Rezension zum <a href="http://www.arte.tv/de/Bestenliste-2011-04/3820054.html"><strong>Tod der Kitty Genovese</strong></a> die zuf&auml;llig zeitgleich erschienenen Texte von Didier Decoin und Ryan David Jahn zum selben Thema verglichen. Und ist, wie ich finde mit Recht, zu dem Schluss gekommen, dass Decoin Kitty &bdquo;das w&uuml;rdigere Denkmal&ldquo; setzt.</div> <div>Es ist auch der bessere Text: Der augenscheinlich j&uuml;ngere Jahn (wann genau er in Arizona geboren ist, scheint der scheue Herr nicht mitteilen zu wollen) trivi- und kriminalisiert den Fall. Alle Nachbarn haben existenziell-m&ouml;rderisch Wichtigeres zu tun, als den Mord an Kitty zu beobachten. Dabei ist gerade das Zuschauen unter der Annahme, dass jemand anderes schon die Polizei gerufen habe, der Witz des &bdquo;Bystander-Effekts&ldquo;.</div> <div>Allerdings ist der, wie Decoin subtil deutlich macht, vor allem ein Presse-Effekt. Denn nicht 38 Nachbarn haben zugesehen, ohne einzugreifen, sondern sehr viel weniger. Dies geht aus Artikeln in der <a href="http://www.nytimes.com/2004/02/08/nyregion/kitty-40-years-later.html?scp=4&amp;sq=martin+gansberg&amp;st=nyt&amp;pagewanted=all "><strong>NYT</strong></a> vierzig Jahre sp&auml;ter und sehr sch&ouml;n auch aus einer <a href="http://www.homicidesquad.com/kitty_genovese.htm#The%20witnesses%20did%20not%20watch%20for%20half%20an%20hour"><strong>Grafik</strong></a> von Crimesquad hervor, die auf akribischer Auswertung der Dokumente beruht. Und etliche Zeugen mussten davon ausgehen, dass nach ihrem Gebr&uuml;ll vom Fenster der Fall erledigt war. Sie konnten nicht sehen, dass sich Kitty verwundet in den Eingang ihres Hauses geschleppt hatte und der mordw&uuml;tige T&auml;ter ihr nach einer Weile gefolgt war.</div> <div>1964 f&uuml;hrte die &bdquo;Seelenmassage&ldquo; des Aufmachers in der New York Times zu einer Auflagensteigerung, zu nachfolgenden psychologischen Untersuchungen und &ndash; praktisch! &ndash; zur Einf&uuml;hrung der Notrufnummer 911. &Uuml;brigens: Vermutlich verdankt sich das damalige Reportergekreisch einem fortschrittlichen, aber ideologischen Impuls: Dass der T&auml;ter ein Schwarzer war, wird im ausl&ouml;senden <a href="http://www2.selu.edu/Academics/Faculty/scraig/gansberg.html"><strong>Artikel</strong></a> Martin Gansbergs nicht erw&auml;hnt. Das passte nicht in ein liberales Weltbild, das sich damals lieber mit der Gleichg&uuml;ltigkeit der wei&szlig;en Mittelschicht von Queens besch&auml;ftigen wollte.</div> </p> Tobias Gohlis diary KrimiZeit April: Kitty, die Bystander und die NYT<br \><p> <div>W&auml;hrend der Nordwest ums Haus tobt, dass die Elstern trudeln, freue ich mich &uuml;ber KrimiZEIT die zweite.</div> <div>F&uuml;r die, die verlinken wollen, gibt&rsquo;s das schwarze Logo</div> <div><img alt="" src="data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAAKAAAAA+CAIAAAAjwYdJAAAgAElEQVR4nO18eVhT19b3PgmZ5wQIBBCIiqloQJExhllwQC1RWgWv84TSAooUsKlV0ba2DqUWC2Jb0T4tTldbO3i11uKEgqJCnaljubR1KrfVDprz/bEe97M55yRg3/a5vu/n+uM8J/vsvfZa67fX2nMQekJP6Ak9ElEURVHU/6T4XyjME/qL6f8veP4PaMupwl+rF+b2WJjLtRCPhYj/DWIo7sIOj4WJGL0I9ZAQQjwez9kndsHHliiCXGfoYn4XRdBDUOEnGNBFvTweDzmxJCfPLorHrMMZiuymyoafzeFxI9cWobpMWF82AR8+nw95eDweCS0jG0l8Pp/TgIzqMFuGJJ1ojuVwkcGZMlgOxHL0/wPEMJ+zd84UTkOxMz+SxZxxc5oVCMcHpVKpVCpVKpVAIIBmKJPJ1Gq1Wq0G8Ph8PuTUarUqlUooFAqFQigik8keFd2/rzVwtj+BQAACSyQShUKh6Ug6nU6r1SoUCmjufD7fzc0NPfRItVqt0WjwVzc3N5VK5e7urtVqNRoNPHU6nUKhkMlkIpFIKBRipxQKhTqdTqlUSqVSPp/P5/MFAoFSqdRqtWA0Ho8nEonc3Nzc3NzEYrFQKBSJRBKJRCQSATQgBqSIxWJAx83NDbjhPNyGwLYQiUQTJ06cNGlSXl7e4cOH6+rq6uvr33zzzezs7OzsbLlcjksplcrc3NwJEyZs2rRp3759U6dOzc7OtlqtfytmXSdnfrZy5cqbN29evny5pqZmzZo1drt9PkElJSV2u/211147fPjw4cOHGxsb33//fbCPRqPJz88vKioqLS09fPjwkSNH6urq3njjDbL4iy++WFJSsnr16qampvb29mPHjgmFQqi3e/fuxcXFmZmZ77zzTn19/ZEjR3bv3v3888+//PLLQ4YMoShKr9fv37+/ubm5qalp165dK1euLCgoKCgoKCwsXLVq1caNGzds2PD222/PmzevsLBw3rx5S5cuXbdu3YkTJ06dOrVp0yZ3d/dHsAhCSCaTff/99zRNOxyOiRMnMjLj9hIaGnrmzJlRo0a55sb4xO6N/lpiRyZMGzdupGk6Pz/fZDKBUdgyFBcX0w/pH//4B+oYDIKDg+GTw+EICwtjy+/p6RkXF3fs2LHW1lbEMkVubq7D4aBp+tSpUzKZDKdrtdrLly/fuHFj8uTJ4eHhwcHBvg9p165dUGT//v3e3t6+vr5+fn59+vSxWCzZ2dm3bt26evWqh4fHI4RuhJBGo2lpaQG+EyZMYNuOoqgBAwYcP358xIgRXeJIEEQ/9Gc7IdeEhwKMREj/8MMPV65cyaiapODg4Bs3bgCE1dXVDIYURZnN5rt37zocjl9//TUqKoqslGyyJpOptrYWq4nTZ82aBczr6+uVSiWW0NPTc//+/RaLha3Rpk2boMjOnTvZkSkxMbG+vt7b2xt1bIhMizDeNRrNt99+C+10/PjxpJSganh4eGNjY3p6+iNZn6xCp9MVFRXZbDawwl9IIGFKSsrChQsZTbuiomLQoEHISZPi8XjV1dVgzRs3bnTr1g3LjPOHhIRggCMjI0ml8BMEeP3116VSKdVxYDx79mzgf/ToUbVajavu27fv8uXL8U9SvC1btjgcDofD8dlnnzF0RAiJRKIVK1YEBAQ8mo0wwDRNQ4gmBQXfxej+OUcsKiqiafrevXtPPfXUownnkkBzLy+v1tZWmqZXr15NyjZp0iR3d3cY+8CTLDV8+PDff/8dtJ4/fz7+xAD4l19+oWn67t27DA9GHa00dOhQ3AdjPABgh8NRX1+vUqlwWbPZDN0BQojR4rds2cLpwZCNx+NlZWX5+fl1yTq4DZIAjx8/nh2Zod/9050oRVFjxoxpb28/efKkr6/vn+DgmuRyeW1t7c8//5yfn48IkPComHo4HcCkVCr37dsH1j958iTET2wQHGxDQkLu3bsHTZMBMKCIOyAc1ck8s2fPho4PAwwkEAikUinichIcoj/99FOcSHYKEonEzc2tq0BAPgbAOL1Xr16NjY2jR492Vpwc03MSWVFkZCTEFhfCdcrHmQoGg2HgwIGcHRAiDIRlxr0jTdOjRo0iLUiWxR4MADNiACkzu1JEhGgGwJxCAm3evJkNMGfOR3A2GGSRfTBCyGAw7Ny589lnn2XzpR4u2UAKjn6kmXAGyuV6DWMIhhEleTKMTn5ir+w4szWZ6OPjc+nSJbDjJ598IhAIUEecMEEfTNP0r7/+Gh0dTWpHUVRgYKBIJHLRBDsFmE3OAP4fkVqtxqNo6Bu8vLzWrl2bkpLCmZ+xfkb6GQMPZ17I4IAeLq6RHDhXa9lVo46uyRCDk1atWgVG/OWXX/r168cpIVBoaCgGmBxkQeb33nvPaDQi5870uAAMIRoAfvbZZxUKxRdffDFy5EjEmoEwiD0/gW4P/0Qdbc25REpRFPgQQgiWyciyOBu58MLOAC9isRhX5Ayz/v37Q9Slafr1119HxEiYTdiD7969GxERwRCgvLw8MDCQbQdMjxHAEKJpms7Ly/v4448dDsf69evhK9tMOEwhhMxmc3Fx8erVq6urq7du3dqvX7/g4OAZM2aUlpYWFRUhhHx9fe12e3l5+caNG9977z0vLy+EkLu7e0lJyfLly6urqzdv3gyT/dLS0h07dtTX12/btm3y5MlQV48ePfLy8jZu3Hj06NFNmzZNnjwZR1TIMGbMmGXLlq1fv37btm3kSgVj1APE4/F27twJml69ehVPKJ25IBmiR4wY4e3t7ePj4+3t7e3tbTAYPvzwQzy54sT4cQFYq9XiefDNmzfhxeFwlJSUsDOTLsjj8SQSicFgePPNNyEAlJaWjh8/3mKx/PDDDzRNjx07ViAQ+Pr6fv755zRN//vf/4Yhvpubm8FgWLZsGdRVVlb23HPPBQcH+/n5FRYWgobl5eWxsbEvvPBCeHh4QEDAzJkzf/vtN5qmq6ur5XI5DtQ6nS4jIwMEttvtIBiJGQne6NGjoUaapqdNm4Y6C+aw0EHT9P3797dv315ZWVlZWVlVVbVu3bq1a9eeOXPGw8MDPeYhmqIojUaDBx3vvPPO2bNn4f3evXtpaWmIAJX9BMrNzaVp+rffftu6dSuPx0tOTgYOc+fOhQzvv/8+TdMXLlzw8fHB9ebl5QEw4OuYli9fDhgsWbIETy4RYS/G0C8qKuo///kPTdMvvPACKRWONOBeKpXqm2++Ac61tbUwPnJtHOzB9+7d69u3L+rYKeAQ/VgDjBDS6XQ4RA8fPjw+Pv7XX3+Fn9euXTOZTM50wEjn5+eD4Z555hmKoqRS6fLly9esWePn5wd5qqurHQ5HS0sLBhghVFBQ4HA47t+/Hx0dTfIfOXLk/fv3HQ5HdnY2WV3Pnj1hVvrWW2+R6dHR0RhgTgmBcGy4e/duQkJCp+gihBjzYDL4I4SqqqpgkOWMHguAqY4LHbAW/dJLL+FQVltbC8tsjGhGvufn54MHx8TEcFaxfv16mqYvXrxIAjx37lyapv/444+4uDiSYUpKCkTjmTNnktHC39//xx9/pGm6oqKCrD0mJobtwQxpu3fv3tbWBhrBrhGpRad98N27d2GaRGYuLS3FLZiTHguAEWuhg6IoiUSCa6KJJUBGrMY0Z84cmqZ//PHH3r17I67JKwAMIRonAsC///47AIxpyJAhsIiIPRiKBAQEwN5AeXk5ydxisXB6MEVMwd99913Q5ccff4SY1BXC0yRyJYsxH2NYg3wnNxv+y4MsHKLxbpJOp2tubsYYT5kyBSvA1go8+LvvvuvVqxdieQ96CDCnB9+/fx9vLUOpwYMHgwcDwJgVCTCnBzP6clw2KSnpt99+A/d98cUXkXOXZRAO0XgtmnpIyLn34xiek5PDuVTpgv4uD8aDLHKpMiwsDAbVNE3fvn07Pj6e0VSxJgBwa2trUFAQZxWuAR44cCCZOTU1leHBQAEBATdv3nQ4HO+88w6ZjgEuLCxkm1ssFu/duxe0aGpq0mg0qKNz41VlUjV4IadJkZGRnIgyEknOztaiXdDf2wc7HA7wYAzetGnTHjx4AFKeOXMGuhySgAkGuGfPnpy1wCiaDTAMssCDsTwkwKQ1AwMDoQ92BjB7kIUQmjlzJk3TDx48ePDgQWZmJh5aY3QxtFarFeTHX0NDQ/FuErsPZpBIJMJ5IBujD+5K2Pjb+2AMMN6yWLlyJXxyOBw7duwgFWAA/N133wUFBXGq0cUQDemuPZim6TVr1pC1REdH//zzzw6Ho7i4mFGvj4/P+fPnQf6PP/4YexvVcYUcMC4tLU1NTUUE6jhEMzb8OV05JCQEb2dBCga4oaGB3PB3QX/7StaECRNIBSiKkkql//rXv3BnvGjRIjYH7MG4D0Yd9ScHWTiRATAmDPCsWbPI9ICAAE4Ptlgs7e3tnB78xhtvgNjt7e3h4eGkbGR8RgiJxeJ9+/YxmhoZotn7wZggJTMzk2GcnJwcqJ3c8Hftx3+vB7PPZIEhjEbjhQsXIMMff/yB1xlID3Y4HGSIJvsk9BDglpYWg8GA0wHgBw8eMHb6UlNT//jjDzwPJgdZsEC2Zs0akjl4MKMPpijKarVC6KZpesWKFahj1GEsLmZnZ9++fRtWvHE21xv+5LtAIDh48OAbb7yBiDbEOLLzXwvRUqm0ra0N+GZlZbGlRwjFxMTg1Y9bt27169eP5ABrCO3t7eDBiNVOoQ++cuWKXq/HiTC5omkaui5s8ZSUFEifPn06ycrHxwdG1xhgoAEDBoBsOETDwOLQoUPA59KlS+7u7pz29fPzM5vNdrudpulffvmF3EunKKp37944dA0YMIDTemq1OjY2tqamhqbppUuXkp9ggc/hcJw4cUIikSAnjYOkvwBgzFcikUydOnXhwoVvvfVWS0vL4cOHz58/v2XLlgULFsyYMQNO8FIUZTKZ7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/></div> <div>neu und verlinkt wird immer noch auf die alte Krimiwelt bei <a href="http://www.arte.tv/krimiwelt">ARTE</a>. Nostalgie? Nein, hier sind die Zusatzinformationen: In What&rsquo;s new gibt&rsquo;s die Einsch&auml;tzung der aktuellen Neuzug&auml;nge. Im A-Z der Autoren Stoff zum Nachschlagen und Rezensionen aus den F&auml;usten der Jury. Neu und sch&ouml;n die KrimiZeit-Seite beim <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/serien/krimizeit/index.html"><strong>NordwestRadio</strong></a>.</div> <div>&nbsp;</div> <div>Sylvia Staude, die als FR-Redakteurin zur Zeit mit einem abbauw&uuml;tigen Verlag zu k&auml;mpfen hat (Pressefreiheit als Macht, Redaktionen zu verlegen), hat in ihrer Rezension zum <a href="http://www.arte.tv/de/Bestenliste-2011-04/3820054.html"><strong>Tod der Kitty Genovese</strong></a> die zuf&auml;llig zeitgleich erschienenen Texte von Didier Decoin und Ryan David Jahn zum selben Thema verglichen. Und ist, wie ich finde mit Recht, zu dem Schluss gekommen, dass Decoin Kitty &bdquo;das w&uuml;rdigere Denkmal&ldquo; setzt.</div> <div>Es ist auch der bessere Text: Der augenscheinlich j&uuml;ngere Jahn (wann genau er in Arizona geboren ist, scheint der scheue Herr nicht mitteilen zu wollen) trivi- und kriminalisiert den Fall. Alle Nachbarn haben existenziell-m&ouml;rderisch Wichtigeres zu tun, als den Mord an Kitty zu beobachten. Dabei ist gerade das Zuschauen unter der Annahme, dass jemand anderes schon die Polizei gerufen habe, der Witz des &bdquo;Bystander-Effekts&ldquo;.</div> <div>Allerdings ist der, wie Decoin subtil deutlich macht, vor allem ein Presse-Effekt. Denn nicht 38 Nachbarn haben zugesehen, ohne einzugreifen, sondern sehr viel weniger. Dies geht aus Artikeln in der <a href="http://www.nytimes.com/2004/02/08/nyregion/kitty-40-years-later.html?scp=4&amp;sq=martin+gansberg&amp;st=nyt&amp;pagewanted=all "><strong>NYT</strong></a> vierzig Jahre sp&auml;ter und sehr sch&ouml;n auch aus einer <a href="http://www.homicidesquad.com/kitty_genovese.htm#The%20witnesses%20did%20not%20watch%20for%20half%20an%20hour"><strong>Grafik</strong></a> von Crimesquad hervor, die auf akribischer Auswertung der Dokumente beruht. Und etliche Zeugen mussten davon ausgehen, dass nach ihrem Gebr&uuml;ll vom Fenster der Fall erledigt war. Sie konnten nicht sehen, dass sich Kitty verwundet in den Eingang ihres Hauses geschleppt hatte und der mordw&uuml;tige T&auml;ter ihr nach einer Weile gefolgt war.</div> <div>1964 f&uuml;hrte die &bdquo;Seelenmassage&ldquo; des Aufmachers in der New York Times zu einer Auflagensteigerung, zu nachfolgenden psychologischen Untersuchungen und &ndash; praktisch! &ndash; zur Einf&uuml;hrung der Notrufnummer 911. &Uuml;brigens: Vermutlich verdankt sich das damalige Reportergekreisch einem fortschrittlichen, aber ideologischen Impuls: Dass der T&auml;ter ein Schwarzer war, wird im ausl&ouml;senden <a href="http://www2.selu.edu/Academics/Faculty/scraig/gansberg.html"><strong>Artikel</strong></a> Martin Gansbergs nicht erw&auml;hnt. Das passte nicht in ein liberales Weltbild, das sich damals lieber mit der Gleichg&uuml;ltigkeit der wei&szlig;en Mittelschicht von Queens besch&auml;ftigen wollte.</div> </p> no Tobias Gohlis Neville weckt Gespenster http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=107105&blogName=Krimitagebuch Sat, 12 Mar 2011 15:22:47 +0100 Neville weckt Gespenster<br \><div>Als jemand, der nicht gerne schreibt, liebe ich Leute, die mir das abnehmen. Vielen Dank, Henrike Heiland! <br /> <a href="http://culturmag.de/rubriken/buecher/stuart-neville-die-schatten-von-belfast/"><strong>Henrike hat </strong></a>Stuart Nevilles Roman <strong>Die Schatten von Belfast </strong>einer ihrer wie immer pr&auml;zisen Analysen unterzogen. Ich stimme voll mit ihr darin &uuml;berein, dass es nach einer guten Idee klingt, einen Roman &uuml;ber den Frieden in Belfast zu schreiben, dem man nicht trauen kann. Doch die Geschichte, die der Deb&uuml;tant Stuart Neville erz&auml;hlt, ist leider haneb&uuml;chen. <br /> Das spannendes Thema - das Fortw&auml;hren von Untergrundkrieg, mafi&ouml;se Machtstrukturen der ehemaligen IRA-Rebellen, historische und pers&ouml;nliche Schuld - kann der Newcomer nicht bew&auml;ltigen. Was f&auml;llt ihm ein, um die Sache spannend, d.h. kommerziell zu machen? Tote, die sich r&auml;chen wollen. Sie sind aus der Perspektive des Autors und seines Helden Gerry Fegan Kollateralsch&auml;den - im Unterschied zu den zahlreichen &quot;Verr&auml;tern&quot; und &quot;Feinden&quot;, die der IRA-Killer Gerry auf h&ouml;heren Befehl zu Recht (?) liquidiert hat. Diese untoten Kollateralsch&auml;den wollen Vergeltung - eine moralisch zweifelhafte und erz&auml;hltechnisch unbefriedigende Idee. Siehe Henrikes Verriss.<br /> So wenig kommt dabei heraus, wenn man sich als Autor nicht die M&uuml;he macht, die Geschichte aus der Wirklichkeit der Geschehnisse zu entwickeln. Spannung entsteht nicht aus der Aufh&auml;ufung von Spannungselementen. Damit h&auml;uft man nur Klischeeberge auf.</div> Tobias Gohlis clinch Neville weckt Gespenster<br \><div>Als jemand, der nicht gerne schreibt, liebe ich Leute, die mir das abnehmen. Vielen Dank, Henrike Heiland! <br /> <a href="http://culturmag.de/rubriken/buecher/stuart-neville-die-schatten-von-belfast/"><strong>Henrike hat </strong></a>Stuart Nevilles Roman <strong>Die Schatten von Belfast </strong>einer ihrer wie immer pr&auml;zisen Analysen unterzogen. Ich stimme voll mit ihr darin &uuml;berein, dass es nach einer guten Idee klingt, einen Roman &uuml;ber den Frieden in Belfast zu schreiben, dem man nicht trauen kann. Doch die Geschichte, die der Deb&uuml;tant Stuart Neville erz&auml;hlt, ist leider haneb&uuml;chen. <br /> Das spannendes Thema - das Fortw&auml;hren von Untergrundkrieg, mafi&ouml;se Machtstrukturen der ehemaligen IRA-Rebellen, historische und pers&ouml;nliche Schuld - kann der Newcomer nicht bew&auml;ltigen. Was f&auml;llt ihm ein, um die Sache spannend, d.h. kommerziell zu machen? Tote, die sich r&auml;chen wollen. Sie sind aus der Perspektive des Autors und seines Helden Gerry Fegan Kollateralsch&auml;den - im Unterschied zu den zahlreichen &quot;Verr&auml;tern&quot; und &quot;Feinden&quot;, die der IRA-Killer Gerry auf h&ouml;heren Befehl zu Recht (?) liquidiert hat. Diese untoten Kollateralsch&auml;den wollen Vergeltung - eine moralisch zweifelhafte und erz&auml;hltechnisch unbefriedigende Idee. Siehe Henrikes Verriss.<br /> So wenig kommt dabei heraus, wenn man sich als Autor nicht die M&uuml;he macht, die Geschichte aus der Wirklichkeit der Geschehnisse zu entwickeln. Spannung entsteht nicht aus der Aufh&auml;ufung von Spannungselementen. Damit h&auml;uft man nur Klischeeberge auf.</div> no Tobias Gohlis Steinfest gegen S 21 http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do?method=getPost&postId=107002&blogName=Krimitagebuch Mon, 28 Feb 2011 16:58:07 +0100 Steinfest gegen S 21<br \><div>Ich war skeptisch: Heinrich Steinfest und litt&eacute;rature engag&eacute;e - geht das zusammen? Und wie!</div> <div><strong>Wo die L&ouml;wen weinen</strong> ist der gekonnte Angriff der Poesie auf die Wirklichkeit. Wenn schon die emp&ouml;rten B&uuml;rger, die Steinfest Wutbildungsb&uuml;rger nennt, das Wahnprojekt S 21 nicht wegkriegen, dann muss die Poesie <strong>mehr </strong><strong><span style="font-weight: normal;">aufbringen</span></strong>. Steinfest siedelt unterm Planetarium, geschickt Stuttgarter Lokalit&auml;ten mit seinem literarischen astronomischen Diskurs (Pluto..) verkn&uuml;pfend, eine Maschineng&ouml;ttin an, die sich nicht verr&uuml;cken l&auml;sst. Und komplettiert seine Truppe mit einem Arch&auml;ologen und einem Witwer, der wie manche anderen Witwer auch, Attent&auml;ter werden will.</div> <div>Hohn und Spott sch&uuml;ttet Steinfest k&uuml;belweise &uuml;ber der verrotteten herrschenden Klasse aus, Selbst sind sie schuld! Vor allem die SPD, denen er mit Rosa-Luxemburgischer Sprachgewalt ihre Verr&auml;ter- und Schwankereien um die Ohren haut. Am dollsten einem zu Recht niemals mit Namen erw&auml;hnten, weil jetzt schon von der Geschichte v&ouml;llig vergessenen....</div> <div>Hier nur ein paar sch&ouml;ne Steinfest-Bemerkungen:</div> <div>&bdquo;Dichter denken, was wir uns selbst nicht zu denken trauen.&ldquo;</div> <div>&quot;Ein Bahnchef war heutzutage immer auch in Bahnhasser und Bahnm&ouml;rder.&quot;</div> <div>&quot;Keiner hat sich unter Kontrolle, dem die Ehre im Hirn steckt. Das ist wie bei einer misslungenen Lobotomie.&quot;</div> Tobias Gohlis fiction Steinfest gegen S 21<br \><div>Ich war skeptisch: Heinrich Steinfest und litt&eacute;rature engag&eacute;e - geht das zusammen? Und wie!</div> <div><strong>Wo die L&ouml;wen weinen</strong> ist der gekonnte Angriff der Poesie auf die Wirklichkeit. Wenn schon die emp&ouml;rten B&uuml;rger, die Steinfest Wutbildungsb&uuml;rger nennt, das Wahnprojekt S 21 nicht wegkriegen, dann muss die Poesie <strong>mehr </strong><strong><span style="font-weight: normal;">aufbringen</span></strong>. Steinfest siedelt unterm Planetarium, geschickt Stuttgarter Lokalit&auml;ten mit seinem literarischen astronomischen Diskurs (Pluto..) verkn&uuml;pfend, eine Maschineng&ouml;ttin an, die sich nicht verr&uuml;cken l&auml;sst. Und komplettiert seine Truppe mit einem Arch&auml;ologen und einem Witwer, der wie manche anderen Witwer auch, Attent&auml;ter werden will.</div> <div>Hohn und Spott sch&uuml;ttet Steinfest k&uuml;belweise &uuml;ber der verrotteten herrschenden Klasse aus, Selbst sind sie schuld! Vor allem die SPD, denen er mit Rosa-Luxemburgischer Sprachgewalt ihre Verr&auml;ter- und Schwankereien um die Ohren haut. Am dollsten einem zu Recht niemals mit Namen erw&auml;hnten, weil jetzt schon von der Geschichte v&ouml;llig vergessenen....</div> <div>Hier nur ein paar sch&ouml;ne Steinfest-Bemerkungen:</div> <div>&bdquo;Dichter denken, was wir uns selbst nicht zu denken trauen.&ldquo;</div> <div>&quot;Ein Bahnchef war heutzutage immer auch in Bahnhasser und Bahnm&ouml;rder.&quot;</div> <div>&quot;Keiner hat sich unter Kontrolle, dem die Ehre im Hirn steckt. Das ist wie bei einer misslungenen Lobotomie.&quot;</div> no Tobias Gohlis